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Patienten sind ungeduldig – sie warten nicht gern auf ihren Arzt. Und sie sind zunehmend bereit, für medizinische Hilfe selbst zu zahlen. Ärzte haben diesen Trend erkannt und kommen ins Büro oder nach Hause. Teil 1 unserer Serie: Die Zukunft des niedergelassenen Arztes.
Krebsforscher vermelden einen bedeutenden Fortschritt bei der Behandlung einer Variante des Glioblastoms. Betroffene überlebten mit der neuen Kombinationstherapie im Schnitt um die Hälfte länger als Patienten, die eine Standardtherapie erhielten.
Sollten unheilbar kranke Patienten Medikamente zur Selbsttötung erhalten? Die FDP fordert in dieser Frage rechtliche Klarheit. Der Antrag wird scharf kritisiert: Die BÄK ist gegen die Verabreichung todbringender Arzneien. Morgen wird in einer Anhörung im Gesundheitsausschuss diskutiert.
Husten, Schluckbeschwerden oder geschwollene Lymphknoten sind oft Anzeichen banaler Leiden. In seltenen Fällen stecken jedoch Krebserkrankungen hinter den Symptomen. Wie sollten Ärzte vorgehen, um nichts zu übersehen?
Resistente Tuberkulose-Erreger stellen Ärzte vor Herausforderungen. Ihnen bleiben nur noch wenige Reservesubstanzen. Jetzt zeigen Forscher, dass Vitamin D speziell multiresistente Formen der Erkrankung beeinflusst. Profitieren Patienten wirklich davon?
Die Coca-Cola Company ist schuld am Adipositas-Problem in China, sagt eine Anthropologin. Der Softdrink-Gigant habe die chinesische Gesundheitspolitik massiv beeinflusst. Auch in Deutschland gibt es Verdachtsmomente, dass Lobbyisten sich zu sehr einmischen.
Die Implant-Files haben das Vertrauen in Ärzte und Endoprothesen deutlich geschmälert. Kliniken wollen den angekratzten Ruf mit Fast-Track-Strategien verbessern: Patienten sollen am Tag ihrer Hüft-OP schon wieder auf eigenen Füßen stehen. Kann das funktionieren?
Es ist leicht, sich zu beschweren. Immer wieder begegnen uns dieselben alltäglichen Probleme. Aber meckern kann jeder. Wie wär’s stattdessen also mit konkreten Vorschlägen? Was ich mir von Patienten wünsche: Meine persönliche Top Ten.
Es war ein dringender Anruf am Morgen bei uns in der Praxis. Neben den vielen Grippen, Durchfällen und Scharlachen tatsächlich mal etwas anderes. Der Junge, vierzehn Jahre alt, wird vorgestellt mit „Tumor am Bauch“. Ich lese das im Terminkalender und bekomme einen Kloß im Hals.
Seit Dieter Köhlers „Schadstoff-Lüge“ gewinnt jede neue Publikation zum Thema Abgase besonders viel Aufmerksamkeit. US-Forscher zeigen jetzt, dass steigende Ozon- und Feinstaubwerte mit mehr Akutbehandlungen in der Notaufnahme assoziiert sind.
Die Herstellung von künstlichem Blut ist kaum möglich. Bisher. Nun ist Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover ein Durchbruch gelungen. Sie stellen unterschiedliche, reife Blutzellen her. Und je nach Bedarf lassen sich die Blutzellen ernten.
Lang- und Mittagsschläfer haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Tod, Herzinfarkt und Schlaganfall. So das Ergebnis einer epidemiologischen Studie. Ist da was dran? Oder wurden Ursache und Wirkung vertauscht?
In der Darmkrebsprävention spielt das angeborene Immunsystem eine wichtige Rolle. So konnten Forscher zeigen, dass die Zellen des Immunsystems wie eine Art Sensor erbgutschädigende Umweltfaktoren erkennen können.
Ciprofloxacin und andere Fluorchinolone stehen in der Kritik. Sie sollen Sehnen-, Gefäß- und Augenschäden hervorrufen. Viele Ärzte halten dennoch an alten Gewohnheiten fest: Trotz behördlicher Warnhinweise verschreiben sie die Antibiotika selbst bei banalen Infektionen.
Wer sich als Forschender auf ein Stipendium bewirbt, muss sich oft einem langwierigen Peer-Review-Verfahren stellen. Kritiker sagen: Die Methode ist nicht besser als eine zufällige Auswahl. Sollten Stipendien per Losverfahren vergeben werden?
Forscher beißen sich an Alzheimer-Therapien buchstäblich die Zähne aus. Eine heiße Spur kommt aus der Zahnmedizin. Parodontitis ist neben anderen Faktoren ein möglicher Auslöser. Hemmstoffe sollen bakterielle Proteine schachmatt setzen.
Wie riskant ist die MRT-Untersuchung für Menschen mit Tätowierungen? Schließlich enthalten einige Tattoo-Farben magnetische Pigmente, die vom Magnetfeld im MRT angezogen werden können. Jetzt gibt es erstmals eine Studie zum Thema.
Der Einsatz von LSD in der Psychotherapie kommt, glauben manche. Immer mehr Forscher sehen in der Droge Potenzial für die Behandlung von Ängsten oder Depressionen. Ist eine Zulassung von LSD als Arzneimittel denkbar?
Für alle Neueinsteiger und jene, die ihr Gedächtnis auffrischen wollen: In unserem HowTo-Video zeigen wir dir, wie man eine Schilddrüsensonographie durchführt. Dabei siehst du, wie man das Schilddrüsenvolumen misst und wie echonormales Gewebe aussieht.
Ein US-Versicherer bringt zusammen mit Apple eine neue Gesundheits-App heraus. Sie sammelt nicht nur Daten zu Kalorienverbrauch und zurückgelegten Schritten. Für personalisierte Gesundheitsempfehlungen blickt sie sogar in die Krankenakte des Nutzers.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat gemeinsam mit beteiligten Fachverbänden eine „Empfehlung zu ärztlichen delegierbaren Leistungen in der Diabetologie“ veröffentlicht. Ziel ist es, Ärzte und Ärztinnen zu entlasten und Diabetesfachberufe in ihrer Kompetenz zu stärken.
Um den ärztlichen Bereitschaftsdienst kommen Ärztinnen und Ärzte im Regelfall nicht herum. Wann sie sich doch befreien lassen können und was sie hinnehmen müssen.
Die Digitalisierung hält in immer mehr Bereichen Einzug. So ist es keine Überraschung, dass sie mittlerweile auch in Gesundheitseinrichtungen viele Anwendungsmöglichkeiten findet. Spätestens die COVID-19-Pandemie hat gezeigt: Digitale Anwendungen können Arztpraxen und Kliniken weit gefächert unterstützen und entlasten. Einer dieser digitalen Services ist Doctolib.
Für Gesundheitsminister Spahn ist die elektronische Patientenakte ein Herzensprojekt. Doch nicht alle teilen seine Begeisterung. Nach nicht einmal einem Monat musste das Bundesverfassungsgericht schon die ersten Entscheidungen treffen.
Manch ein Arbeitnehmer parkt seinen Dienstwagen in einer Garage. Doch kann man die Kosten für die Garage auch steuerlich geltend machen? Diese Frage muss jetzt der Bundesfinanzhof entscheiden.
Bundestag und Bundesrat haben ein Gesetz gegen den Missbrauch von Abmahnungen verabschiedet.  Es wird künftig auch Praxisinhaber besser vor Abzockern schützen.
Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) und der Hausärzteverband Nordrhein fordern die Verlängerung des Schutzschirms, nicht nur für Krankenhäuser, sondern auch für die Praxen im ambulanten Bereich.
2019 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 200.000 Neuinfektionen mit Lepra registriert. Besonders in subtropischen Gegenden spielt Lepra immer noch eine Rolle. Das betrifft vor allem Indien, aber auch in Brasilien und Indonesien stecken sich jährlich Tausende an.
Fallen Ihre Angestellten länger als sechs Wochen aus, ist bei Wiederaufnahme der Arbeit ein sogenanntes Betriebliches Eingliederungsmanagement gesetzliche Pflicht. Klingt lästig, birgt aber Chancen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Vor Ausbruch der Corona-Pandemie galt die Regel, dass Arbeitgeber kein Recht darauf haben, das Urlaubsziel ihrer Arbeitnehmer zu erfahren. Nun können entsprechende Fragen erlaubt sein – mit Einschränkungen.
Knapp ein Drittel der Zahnärzte arbeitet in der Anstellung. Sie verdienen nach der Assistenzzeit in der Regel zwischen 50.000 und 82.000 Euro, doch die Höhe des Gehalts variiert stark je nach Vergütungsmodell, Geschlecht, beruflicher Erfahrung und Arbeitsort. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hervor.
Wenn jemand stirbt, ist ein Gericht für den Nachlass zuständig. Doch welches Gericht ist das? Die rechtlichen Vorgaben hierzu geben immer wieder Anlass zur Interpretation.
Diagnostik und Therapie der Koronaren Herzkrankheit (KHK) haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. So wird die nicht-invasive Ischämiediagnostik immer bedeutsamer.
Gestationsdiabetes ist ein hoher Risikofaktor schwangerer Frauen für die Entstehung metabolischer und kardiovaskulärer Erkrankungen, und auch der Fetus ist gefährdet.
Sitzen ist das neue Rauchen. Wer den Lock-down gesund überstehen will, sollte sich in Bewegung setzen, am besten mit dem Fahrrad.
Ältere und multimorbide Patienten erhalten nicht selten eine Vielzahl von Substanzen verordnet mit potenziell problematischen Nebenwirkungen oder Interaktionen.
Bei scheinbar therapieresistenter Hypertonie steckt häufig eine mangelnde Therapieadhärenz oder eine ungünstige Kombination von Antihypertensiva dahinter.
Die Kosten in den Praxen der niedergelassenen Ärzt:innen sind in den Jahren 2019 und 2020 erheblich gestiegen.
Wie gestaltet sich die Herausforderung der Digitalisierung in der Hausarztpraxis? Dr. Verena Gall schildert ihre ganz persönliche Sicht auf die Chancen und Risiken der Digitalisierung.
Die Zeit, die Hausärzt:innen für bürokratische Regelungen und die Erfüllung von Informationspflichten aufwenden müssen, ist 2020 nicht weniger geworden
Wie steht es um die Sicherheit des eArztausweises und warum ist es wichtig, sich zeitnah um die Beantragung des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) zu kümmern?
Eine gute Plattform zum Austausch über Thema Digitalisierung bot das erste Barcamp für Ärzt:innen, das Ende November als Pionier-Veranstaltung virtuell stattfand.
Sektorenübergreifende Arzneimittelversorgung – ein Schlagwort, das seit Jahren die Runde macht.. In der Praxis ist die Situation hingegen weiter desaströs.
Viele Tumorschmerzpatient:innen sind unterversorgt. Die Therapieoptionen sollten individuell abgestimmt werden, oft ist eine orale Schmerztherapie zu bevorzugen.
In Deutschland können Ärzt:innen DiGAs zu Lasten der Krankenkassen verschreiben. Bei der Umsetzung im Praxisalltag sind aber noch viele Fragen ungeklärt.
Mit dem SGLT2-Inhibitor Dapagliflozin haben Ärzt:innen nun auch hierzulande im Kampf gegen die Herzinsuffizienz einen weiteren Pfeil im Köcher.
Vor allem aus „postprandialem Blickwinkel“ kann die Fixkombi aus Insulin glargin 100 E/ml und Lixisenatid eine einfache, breit einsetzbare Therapieoption sein.
Gerade während der COVID-19-Pandemie ist die Grippeimpfung eine relevante Maßnahme, um Influenza-Auswirkungen bei Senioren und chronisch Kranken zu verringern.
Ein Weg zur Symptomverbesserung bei Reizdarm, insbesondere beim Leitsymptom Diarrhoe, kann Heilerde als Add-on-Therapie zur Standardbehandlung mit Mebeverin sein.
Dr. Jennifer Demmerle beschreibt ganz persönlich, warum sie ihr Leben als Landärztin liebt – und welche Herausforderungen und Vorurteile es mit sich bringt.
Wie lange muss ich als niedergelassener Arzt die Behandlungsunterlagen meiner Patient:innen aufbewahren? Und was passiert, wenn ich sie nicht aufbewahrt habe?
Müdigkeit und Tagesschläfrigkeit betreffen bis zu 25 % der Bevölkerung. Die Ursachen dafür können u.a.diverse internistische, neurologische und psychiatrische Erkrankungen sein.
Die Pandemie hat der Videosprechstunde einen deutlichen Schub verliehen. Immerhin rund ein Drittel der Allgemeinärzt:innen soll sie inzwischen nutzen.
An dieser Stelle präsentieren wir Erfahrungsberichte, und Interviews von und mit Alumni der Nachwuchsakademie der DESAM.
Abstand halten! Das ist die Devise während der Corona-Pandemie. Diese Arznei ist politisch verordnet worden, doch Kontaktarmut hat auch Nebenwirkungen.
Im Zuge des Masterplans Medizinstudium werden rund 10.000 PJ-Stellen pro Jahr in der Allgemeinmedizin bereitgestellt werden müssen. Kann das funktionieren?
Aktuell wird nur eine Minderheit depressiv Erkrankter leitlinienkonform behandelt. Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz soll sich das ändern.
Atmungstherapeut:innen spielen eine wichtige Rolle für die Behandlung von spontanatmenden sowie beatmeten Menschen mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen.
Eine Beratung ausschließlich per Telefon galt früher als Sakrileg. Heutzutage sind Telefonkonsil und Videosprechstunde en vogue, wenn auch nicht gerade utraneu.
Husten, Atemnot und thorakale Schmerzen sind typische Symptome von Pleuraerkrankungen. Kenntnisse zu Diagnostik und Therapie helfen, Fehldiagnosen zu vermeiden.
Akute Verwirrtheitszustände (Delirien) sind bei älteren Patient:innen häufig. Besonders betroffen sind hochbetagte Menschen im Rahmen von Krankenhausaufenthalten.
Dr. Marcus Berg richtete eine Infektionsambulanz außerhalb seiner Praxisräume ein. Wie ist er dieses Großprojekt angegangen und welche Vorteile bietet es?
Die Fruchtfliege ist einer der am besten untersuchten Organismen der Welt. Trotzdem lässt sie noch Fragen offen. Zum Beispiel, wie einige ihrer Neuronen Dendriten mit einer besonderen, kammähnlichen Form entwickeln. Wissenschaftler des ESI haben dies nun untersucht. Und dabei etwas Erstaunliches über die Rolle des Zufalls herausgefunden.
Ergebnisse machen Blut-Hirn-Schranke als wichtige Barriere für das Virus aus
Erbinformationen können mit Hilfe von Hochdurchsatzverfahren rasch entschlüsselt und in offen zugänglichen Datenbanken für Digitale Sequenzinformationen (DSI) zur Verfügung gestellt werden. Diese Geninformationen dienen vergleichenden Analysen und sind für die lebenswissenschaftliche Forschung unverzichtbar. Beispiele sind die Biodiversitätsforschung und die Antibiotikaforschung. Derzeit wird im Zuge der Umsetzung des Nagoya-Protokolls darüber diskutiert, wie wirtschaftliche Vorteile aus der Datennutzung international gerecht ausgeglichen werden können. Im Gespräch sind Zugangsbeschränkungen oder Gebührenzahlungen.
Wie sich die Passform bestimmter Wirkstoffe optimieren lässt, damit sie länger an ihre Zielproteine binden und damit eine stärkere pharmakologische Wirkung entfalten, haben jetzt Wissenschaftler:innen der Goethe-Universität Frankfurt zusammen mit Kolleg:innen aus Darmstadt, Heidelberg, Oxford und Dundee (UK) am Bespiel so genannter Kinase-Hemmstoffe untersucht. Solche Stoffe werden vielfach in der Krebstherapie eingesetzt. Das Ergebnis: Besonders lange dauert die „Umarmung“ von Hemmstoff und Protein, wenn sich das Protein an den Hemmstoff „anschmiegt“. Künftig wollen die Forscher:innen mit Computersimulationen die Bindedauer von Substanzen vorhersagen.
Mit der Kampagne „Fair denken! Denn die Impfung schützt uns alle“ möchte die DGfN bei Dialysepatientinnen/-patienten, beim Pflegepersonal in nephrologischen Zentren sowie den behandelnden Ärztinnen/Ärzten für eine hohe Impfbereitschaft werben. Dialysepatienten sind wie kaum eine andere Patientengruppe durch die Viruserkrankung gefährdet und müssen an drei Tagen pro Woche zur Behandlung in ein Dialysezentrum kommen, können sich also nicht isolieren. Die DGfN hält es daher für dringend erforderlich, Dialysepatienten bei der Impfung zu priorisieren, und bittet die Gesundheitsministerien der Länder, die Öffnungsklausel in der „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung“ entsprechend zu nutzen.
Am 25. Januar 2021 stellte das Obépine-Netzwerk, das sich der Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser widmet, Daten von rund 40 Kläranlagen online zur Verfügung. Basierend auf einem strengen Protokoll zur Messung der Viruskonzentration im Abwasser am Eingang von Kläranlagen könnte der Obépine-Indikator endlich einen genauen und unvoreingenommenen Blick auf die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung ermöglichen.
Die Weichen für die Gesundheit der Organe werden offensichtlich schon im frühen Embryo gestellt. Die diesjährige Nachwuchspreisträgerin hat gezeigt, dass spezialisierte Immunzellen aus dem Dottersack die Entwicklung der Organe begleiten und zeitlebens zur Gesunderhaltung beitragen. Damit bestimmen diese Zellen mit über das Funktionieren der Organe. Für Elvira Mass liegt in der eingeschränkten Funktion dieser Zellen eine mögliche Ursache für viele Erkrankungen.
Die Technische Hochschule Aschaffenburg untersuchte die ungewöhnliche Do-it-yourself-Szene unter Diabetikern beim Bau und Einsatz von künstlichen Bauchspeicheldrüsen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in Kooperation mit dem Uniklinikum Würzburg publiziert.
Bakterien sind keine Einzelkämpfer. Die Bildung eines Biofilms zum Schutz vor der Immunattacke des Wirtsorganismus oder die Synthese eines Giftstoffs zum Angriff auf den Wirt gelingen nur im Team, nicht als Einzelleistung eines individuellen Bakteriums. Die Einzeller kommunizieren daher miteinander und handeln erst dann gemeinsam, wenn sie eine Zellzahl erreicht haben, die Aussicht auf Erfolg verspricht. Die nötige Information dazu tauschen Bakterien über die von den Preisträgern entdeckten Sprachmoleküle und deren Übermittlungswege aus. Wer also gegen unerwünschte Bakterien vorgehen will, kann deren Absprachen erlauschen und gezielt durchkreuzen.
Im Rahmen der ANIM 2021, der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin, die vom 21. – 23. Januar 2021 zum ersten Mal digital durchgeführt wurde, zeigten die feierlichen Preisverleihungen der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) den besonderen Stellenwert der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung in der NeuroIntensiv- und Notfallmedizin für die DGNI. Neben dem diesjährigen Nachwuchsförderpreis und dem Pflege- und Therapiepreis wurden bei der 38. Jahrestagung der DGNI und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auch sechs Posterpreise vergeben.
Die Auszeichnung gehört zu den renommiertesten Europas und ist mit 500.000 Schweizer Franken dotiert. Die Louis-Jeantet-Stiftung ehrt den Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie damit für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Gentranskription. Mithilfe dieses Kopiervorgangs erstellen lebende Zellen Abschriften ihrer Gene, die dann als Bauanleitung für die Produktion von Proteinen dienen. Im Fokus von Cramers Forschung stehen die molekularen Maschinen, RNA-Polymerasen genannt, die diesen Prozess steuern.
Bestimmte Anker-Proteine hemmen einen zentralen Stoffwechsel-Treiber, der bei Tumorerkrankungen und Entwicklungsstörungen des Gehirns eine wichtige Rolle spielt. Zu diesem Ergebnis, das neue Chancen für personalisierte Therapien von Krebs und neuronalen Erkrankungen eröffnen könnte, kamen Wissenschaftlerinnen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Universität Innsbruck gemeinsam mit einem europaweiten Forschungsnetzwerk. Sie publizierten ihre Arbeit in der Fachzeitschrift Cell.
Kokosöl findet in den letzten Jahren immer häufiger seinen Weg in deutsche Küchen, obwohl seine angeblich gesundheitsfördernde Wirkung umstritten ist. Wissenschaftler der Universität Bonn konnten nun zeigen, wie es in der Leber verstoffwechselt wird. Ihre Ergebnisse könnten auch Konsequenzen für die Behandlung bestimmter Durchfall-Erkrankungen haben. Die Resultate sind in der Fachzeitschrift Molecular Metabolism erschienen.
Neurobiologie: Veröffentlichung im Journal der Society for Neuroscience Ein Teil der Epilepsiepatienten spricht nicht auf die bislang verfügbaren Medikamente an. Ein deutsch-japanisches Team unter Beteiligung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) untersuchte einen bisher noch wenig für die Epilepsietherapie beachteten Zelltyp im Gehirn. Dass möglicherweise die Astrozyten ein neuer Ansatzpunkt sind, beschreiben sie aktuell im Journal der amerikanischen Society for Neuroscience.
Nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) ist eine weitverbreitete Erkrankung in der westlichen Welt. Um die zu Grunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen, haben Wissenschaftler um Dr. Nina Graffmann und Prof. James Adjaye aus dem Institut für Stammzellforschung und Regenerative Medizin der Uniklinik Düsseldorf induzierte pluripotente Stammzellen (iPSCs) von NAFLD Patienten und gesunden Probanden in der Zellkultur zu hepatozyten-ähnlichen Zellen differenziert.
Gesundheitsexperte im „Herz heute“-Interview: Warum niemand Angst vor der Impfung zu haben braucht, wie er über Nebenwirkungen denkt und warum jüngere Menschen sich impfen sollten – nicht allein zum Schutz der Älteren
Translate! Symposium des BIH Center für Regenerative Therapien am 25. und 26. Januar 2021
Eine Störung der Blutbildung – eine B-Zell-Lymphozytose – führt in einigen Fällen zu Blutkrebs. Doch die epigenetische Signaturen beider Erkrankungen gleichen sich und bilden sich sehr früh. Dies zeigte nun ein internationales Team mit Hilfe von Proben von Betroffenen.
Auch jüngere Menschen mit gravierenden Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken und schlimmstenfalls daran zu sterben. Um die Risiken in dieser Personengruppe zu senken, sollten sie daher frühzeitig eine COVID-19-Impfung erhalten. Dies fordert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) gemeinsam mit den Schwerpunktgesellschaften der Inneren Medizin* und der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF). Welche internistischen Krankheitsbilder mit einem erhöhten COVID-19-Risiko verbunden sind, haben Experten in einer Stellungnahme zu den Impf-Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zusammengefasst.
Wie es Herzmuskelzellen gelingt nach jedem Herzschlag das sie umgebende Milieu zu regenerieren, erklären jetzt Freiburger Wissenschaftler*innen mit einem mikroskopischen Pump-Mechanismus. Dieser bietet auch neue Therapieansätze bei Herzkrankheiten. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten sie am 22. Januar 2021 im Titel-Beitrag des Fachmagazins Circulation Research.
Für die Entwicklung nachhaltiger und preisgünstiger Malariamedikamente aus Pflanzen, Luft und Licht Mit Pflanzenabfall, Luft und Licht zu einem Wirkstoff gegen Malaria: Für die Entwicklung eines besonders effizienten chemischen Verfahrens zur Herstellung von Artemisinin verleiht die US-amerikanische Chemikervereinigung (American Chemical Society ACS) Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, gemeinsam mit Prof. Peter H. Seeberger aus Potsdam und Prof. Kerry Gilmore aus Connecticut, USA, den „ACS Preis für bezahlbare grüne Chemie“ (ACS Award for Affordable Green Chemistry).
Für den mit 10.000 Euro dotierten „Anerkennungs- und Förderpreis für Ambulante Palliativversorgung“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin können bis zum 31. März Anträge eingereicht werden.
Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung hat die zielgerichtete zelluläre Immuntherapie als neuen Forschungsschwerpunkt mit einer Förderung von bis zu 500.000 Euro ausgeschrieben. Damit sollen neue Therapie-Ansätze im Kampf gegen Leukämie sowie andere Blut- oder Knochenmarkserkrankungen vorangebracht werden. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2021.
Die Zürcher Klinikgruppe Ameos soll Medienberichten zufolge verkauft werden. Zuerst hatte die internationale Nachrichtenagentur Reuters über entsprechende Pläne berichtet. Ameos dementiert die Verkaufsabsichten.
Ermittlern ist es gelungen, die Schadsoftware Emotet lahmzulegen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert nun Betroffene, unter denen auch einige Kliniken sein dürften.
Wegen der angespannten Corona-Lage in Pflegeheimen empfiehlt die Bundesregierung, verstärkt auch Azubis als Helfer einzusetzen. Dagegen ist unter anderem der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).
Das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin hat drei Jahre nach dem Baustart jetzt seinen Neubau eröffnet. Hier finden sich u. a. eine neue Klinik für Integrative Rehabilitation sowie eine neue Klinik für Beatmungsentwöhnung.
Ab dem 01.02.2021 unterstützt die KfW-Bankengruppe die Krankenhäuser in Deutschland bei Investitionen in ihre digitale Infrastruktur mit zinsverbilligten Förderkrediten.
Dr. Dietrich Andresen hat sich zum 31. Dezember 2020 aus seiner Funktion als Klinikdirektor am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin-Zehlendorf zurückgezogen.
Das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil und die BGW starten ein Versorgungsangebot, bei dem Beschäftigten im Gesundheitswesen mit anhaltenden Beschwerden nach einer Covid-19-Erkrankung geholfen werden soll. 
Michael Raditsch wird Hausoberer und vervollständigt damit das Direktorium am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, welches der BBT-Gruppe angehört.
Das Bundeskartellamt hat die Anteile am Evangelischen Krankenhaus Johannisstift Münster freigegeben. Die Alexianer übernehmen und das UKM als Mitgesellschafter hat seine Anteile ebenfalls an die Alexianer übertragen.
Die Zeitschrift „Stern“ und das Meinungsforschungsinstitut Statista haben in einer Umfrage das Universitätsklinikum Münster (UKM) im Bereich „Gesundheit und Soziales“ als besten Arbeitgeber Deutschlands ermittelt.
Die anhaltende Pandemielage wird die Krankenhäuser 2021 weiterhin stark belasten. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert von der Politik Finanzhilfen, die wirtschaftliche Absicherung für das gesamte Jahr und nachhaltige Reformen.
Vor kurzem ging das Impfen gegen Covid-19 los. Dabei wurden auch Stimmen laut, die eine Impfpflicht für Mitarbeiter in Gesundheitsberufen forderten. Die Diskussion führt jedoch am Kern der Sache vorbei: denn fehlende Fachkräfte und ausbleibende Investitionen sind die viel drängenderen Probleme!
Was die Digitalisierung im Gesundheitswesen braucht, ist Öffnung, keine Abschottung. Das haben offenbar noch nicht alle verstanden. Daher wiederhole ich es gerne: Digitalisierung ohne Interoperabilität ist Rückschritt.
Die Hamburger Fern-Hochschule (HFH) zertifiziert das St. Marien-Hospital und das St. Augustinus Krankenhaus als Akademische Lehrzentren für Gesundheitsberufe. Ziel ist es, die Pflege durch akademische Weiterbildung aufzuwerten.
Patienten und Personal in den deutschen Krankenhäusern sollten aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) häufiger auf Mutationen des Coronavirus getestet werden.
Die Geschäftsführung der Medical Park Gruppe wird um einen Chief Transformation and Information Officer (CTO/CIO) erweitert: Achim Ropers-Lazarewski soll künftig die IT-Strategie des Konzerns weiterentwickeln.
Das Stuttgart Cancer Center (SCC) - Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl soll künftig die Expertise in der Krebsbehandlung am Klinikum Stuttgart bündeln. Die Fertigstellung des neuen Gebäudes ist für 2024 geplant.
Professor Dr. René Handschu ist neuer Ärztlicher Leiter des Klinikums Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern.
Der Kostendruck im Gesundheitswesen ist in aller Munde. Trotzdem leisten sich Kliniken bei jedem Neu- oder Umbau den Luxus eines Unikats. Dabei ließen sich mit Lösungen von der Stange eine Menge Geld sparen und bessere Ergebnisse erzielen. Nicht hipp, aber zweifellos zweckmäßig.
Philipp Löwenstein, Klinikgeschäftsführer der Helios Frankenwaldklinik Kronach, wird zusätzlich die Helios Klinik Volkach leiten.
Jeder soll bald Zugang zu Heimtests bekommen. Das Bundesgesundheitsministerium plant eine Änderung der «Medizinprodukte-Abgabeverordnung», wonach Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung künftig privat erworben werden können.
Deutschlands Infrastruktur für digitalen Austausch im Gesundheitswesen soll einen grundlegenden Wandel erleben. Ziel der Gematik ist die Entwicklung einer modernen Telematikinfrastruktur (TI) - die TI 2.0.
Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips hat das letzte Jahr etwas besser beendet als von Analysten erwartet.
Laut dem Klinikverbund Hessen werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch das gesamte Jahr 2021 in den Kliniken zu spüren sein. Deshalb brauche es nun erneut administrative und finanzielle Entlastungen.
Die DRK Kliniken Berlin und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben sich auf einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 2,5 Jahren geeinigt. Gehaltsanpassungen sind in drei Schritten geplant.
Martin Endres beendet seine Tätigkeit als Pflegedirektor der Vamed Klinik Bad Berleburg und der Vamed Rehaklinik Bad Berleburg.
Sie gab sich als Medizinerin aus und betäubte Menschen in einer Klinik. Fünf Patienten starben, andere trugen Schäden davon. Nun steht die mutmaßliche Hochstaplerin vor dem Landgericht Kassel.
Der neue Oberbürgermeister von Chemnitz, Sven Schulze, hat den Vorsitz des Aufsichtsrats am Klinikum Chemnitz übernommen.
Das Landgericht Braunschweig hat die Schadenersatz- und Feststellungsklage des Landkreises Goslar gegen Asklepios bezüglich des Klinik-Standortes Clausthal-Zellerfeld als unbegründet abgewiesen.
Deutschland hat 200 000 Dosen eines neuen Corona-Medikaments gekauft. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird eine der ersten Kliniken in Deutschland, die das Antikörper-Medikament einsetzt.

 

Stuttgart - Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich die Ärzteschaft Baden-Württembergs insgesamt breit aufgestellt. Seit Monaten arbeitet sie konstant daran mit, das Virus einzudämmen, Infizierte zu versorgen und vulnerable Personengruppen zu schützen. Sie kooperiert dabei unter anderem mit allen relevanten Einrichtungen des Gesundheitswesens und staatlichen Stellen.

 

Stuttgart - Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich die Ärzteschaft Baden-Württembergs insgesamt breit aufgestellt. Seit Monaten arbeitet sie konstant daran mit, das Virus einzudämmen, Infizierte zu versorgen und vulnerable Personengruppen zu schützen. Sie kooperiert dabei unter anderem mit allen relevanten Einrichtungen des Gesundheitswesens und staatlichen Stellen.

Neuestes Werkzeug im Kampf gegen Corona ist ein Online-Stellenportal der Landesärztekammer Baden-Württemberg: Das tagesaktuelle Portal ermöglicht das passgenaue Zusammenfinden von Impfzentren, die ärztliches Personal benötigen, und Ärztinnen und Ärzten. Die Impfzentren können ihre Stellengesuche in das Portal einstellen und Interessenten haben dann die Möglichkeit, sich auf die Stellenanzeige zurückzumelden und direkten Kontakt herzustellen.

Aufgrund der geringen Impfstoffmengen bestehe momentan zwar kaum Bedarf an Impfärztinnen und -ärzten, so Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer. „Allerdings gehen wir davon aus, dass der Stellenbedarf und die -vermittlung einen enormen Schub erhalten, wenn in absehbarer Zeit wesentlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht und damit auch viele Ärztinnen und Ärzte landesweit in den Impfzentren benötigt werden.“

Die Landesärztekammer hat bei der Vermittlung unterstützungswilliger Ärztinnen und Ärzte schon seit Pandemiebeginn eine wichtige Scharnierfunktion übernommen. So startete sie im Frühjahr 2020 einen Aufruf zur Mithilfe, der im Lauf der Zeit fortgeführt und ausgebaut wurde. In der Folge meldeten sich insgesamt über 7.000 Ärztinnen und Ärzte bei ihrer Kammer, um beispielsweise in Gesundheitsämtern, in Impfzentren, bei der Impfaufklärung oder bei der Krankenversorgung vor Ort mitzuarbeiten.

Kammerpräsident Dr. Miller: „Die Herausforderungen rund um Corona werden in nächster Zeit nicht weniger. Die Lage bleibt angespannt, weiterhin werden Anstrengungen nötig sein, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten. Wir als Ärzteschaft wollen und werden uns weiterhin an diesem Kraftakt mit dem erforderlichen Elan beteiligen.“ Seit Beginn der Pandemie stehe das Engagement der Ärztinnen und Ärzte im Land auf drei Säulen:

direkte Behandlung und Präventionsarbeit: Ärztinnen und Ärzte behandeln in Arztpraxen und Kliniken Corona-Erkrankte und stellen deren medizinische Versorgung sicher. Darüber hinaus arbeiten sie tatkräftig in den Impfzentrenten mit; zu ihrem Aufgabengebiet gehören unter anderem die Beratung und Aufklärung der zu impfenden Personen, die Durchführung der Impfungen sowie die ärztliche Überwachung nach den Immunisierungen. Beispielsweise auch die Ärztinnen und Ärzte in Behörden und Betrieben engagieren sich tagtäglich durch Präventionsarbeit dafür, dass größere Ausbruchsgeschehen bestmöglich vermieden werden. Beratung / Unterstützung: Ärztinnen und Ärzte unterstützen aktuell die mobilen Impfteams dabei, Impfungen für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen schnell und effektiv durchzuführen. So übernehmen sie beispielsweise die Impf-Aufklärungsgespräche mit gesetzlichen Betreuern von Heimbewohnern, die die Bedeutung und die Tragweite einer Corona-Schutzimpfung nicht mehr erfassen und auch nicht mehr ihren Willen äußern können. Unterstützung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD): Gerade zu Beginn der Pandemie halfen Ärztinnen und Ärzte in Gesundheitsämtern aus. So gehörte es unter anderem zu ihren Aufgaben, Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen, die entsprechenden Personen zu kontaktieren und sie über weitere Schritte und Quarantäne-Maßnahmen aufzuklären.

„Das bisherige Wirken zeigt, dass die Ärzteschaft beim Kampf gegen Corona stets in vorderster Reihe steht“, bilanziert Kammerpräsident Dr. Miller. „Vor allem verdeutlicht es, dass der Arztberuf für viele eben nicht nur ein Job, sondern echte Berufung ist.“

www.aerztekammer-bw.de

 

 

 

 

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die die Bundesregierung und die EU-Kommission aufgefordert, gegenüber den Herstellern von Impfstoffen gegen das Corona-Virus auf Einhaltung der vertraglich zugesicherten Liefermengen und Lieferterminen zu drängen. Seit Beginn der Impfkampagne kam es wiederholt zu Lieferengpässen bei verschiedenen Vakzinen. Zuletzt hatte der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca Verzögerungen bei der Auslieferung angekündigt. „Für den breiten Einsatz in den Praxen brauchen wir Impfstoffe, die unkompliziert zu transportieren und ohne spezielle Kühltechnik gelagert werden können", sagte Reinhardt der Rheinischen Post (27.01.2021). Diese Voraussetzungen scheine das Vakzin von Astrazeneca zu erfüllen. „Solche Impfstoffe sind unerlässlich, um das Ziel der Herdenimmunität bis zum Sommer zu erreichen."

Die Ursachen der jetzt bekannt gewordenen Lieferschwierigkeiten müssten deshalb umfassend geklärt und so schnell wie möglich behoben werden. Vor allem die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeinrichtungen müssten geimpft sein, bevor sich die erstmals in Großbritannien aufgetauchte Virusvariante weiter in Deutschland ausbreite. „Da zählt buchstäblich jeder Tag", betonte Reinhardt.

 

 

 

 

Berlin - Nach 26 Jahren in präsidialen Ämtern beendet Jonitz seinen Dienst für die Berliner Ärzteschaft, um einer jüngeren Generation den Weg zu ebnen.

 

Berlin - Nach 26 Jahren in präsidialen Ämtern beendet Jonitz seinen Dienst für die Berliner Ärzteschaft, um einer jüngeren Generation den Weg zu ebnen.

Dr. med. Günther Jonitz tritt zum 1. Februar 2021 vom Amt als Präsident und damit auch als Vorstandsmitglied der Ärztekammer Berlin zurück. Zudem scheidet er aus der Delegiertenversammlung aus. Jonitz war seit 1999 Präsident der Ärztekammer Berlin für die Liste „Marburger Bund“. Zuvor war der Facharzt für Chirurgie von 1995 bis 1999 deren Vizepräsident. Seinen Rücktritt bis spätestens Juni 2021 hatte er auf der Delegiertenversammlung im September 2020 angekündigt. Als Grund für seine Entscheidung gab er an, dass er mit Blick auf die Kammerwahl im Jahr 2023 den Weg für die nachkommende Generation frei machen wolle.

Die Ärztekammer Berlin dankt Günther Jonitz für seine herausragenden Leistungen im Dienste der Berliner Ärztinnen und Ärzte. Der für seine Verdienste um die Patientensicherheit und die evidenzbasierte Medizin mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande Geehrte ist in seinem Wirken stets geleitet von dem Ziel, den Menschen im System in den Mittelpunkt zu stellen. Eine Politik, die auf Werten basiert und die zu Lösungen beiträgt, war seine Mission. Sowohl Patientensicherheit wie auch evidenzbasierte Medizin waren ursprünglich gesundheitspolitisches Neuland und sind inzwischen von Berlin aus etabliert. Patientenversorgung ist erfolgreich, wenn alle Akteure auf Augenhöhe beteiligt sind, ein wertschätzender Umgang miteinander gepflegt und nach lösungsorientierten, praktischen Vorschlägen gestrebt wird.

Medizin ist sinnlos, wenn die Patientinnen und Patienten nichts davon haben. Deshalb war die werteorientierte Versorgung (Value-Based Health Care) während seiner jüngeren Amtszeit der Schwerpunkt in seiner politischen Arbeit, unter anderem mit dem ersten Kongress zu diesem Thema in Deutschland 2016 und zahlreichen Vorträgen im In- und Ausland. Dies auch explizit als Alternative zu einer kommerziell gesteuerten Patientenversorgung.

Auf Initiative von Jonitz ist die Georg-Klemperer-Ehrenmedaille ins Leben gerufen worden. Die Auszeichnung wird seit 2007 jährlich von der Ärztekammer Berlin für besondere Verdienste in der Patientenversorgung Berlins verliehen.

Derzeit werden die Neuwahlen des Präsidenten und die Nachwahl für den Vorstand vorbereitet. Mit einer Neuwahl ist nach derzeitigem Stand in der Delegiertenversammlung im Februar zu rechnen.

 

www.aerztekammer-berlin.de

 

 

 

 

Berlin - Strengere Maßnahmen bei Ausbrüchen der hochinfektiösen Corona-Mutationen hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt gefordert. „Dort, wo Fälle mit hochinfektiösen Mutanten auftreten, muss sehr konsequent gehandelt werden, um die Kontaktketten zu unterbrechen", sagte er der Funke-Mediengruppe (26.01.2021). Dazu müssten Infizierte und ihre Kontaktpersonen unter strenge Quarantäne gestellt werden. Damit diese auch eingehalten werde, müssten die Gesundheitsämter die Auflagen engmaschig kontrollieren. „Sollte es zu einem größeren Ausbruch zum Beispiel in einer Klinik kommen, müssen der Betrieb oder zumindest die entsprechende Station vorübergehend stillgelegt und die Patienten verlegt werden“, betonte Reinhardt. Eine Pendelquarantäne, bei der sich das Personal zweimal täglich zwischen Arbeitsplatz und Privatwohnung hin und herbewegt, sei „keine tatsächliche Quarantäne“.

Nur durch gezielte Sequenzierung von Testproben könne ein Eindruck darüber gewonnen werden, wie weit sich die Corona-Mutationen bereits in Deutschland ausgebreitet habe, sagte Reinhardt in einem Interview mit Welt TV (25.01.2021). Deshalb sei es noch zu früh über mögliche Lockerungen bei den geltenden Corona-Schutzmaßnahmen nachzudenken. Die langsam sinkenden Infektionszahlen stimmten zwar hoffnungsvoll, doch bevor „es uns nicht gelingt, diese unter einem bestimmten Schwellenwert zu halten, sei Vorsicht geboten“, so der BÄK-Präsident.

 

 

 

 

Berlin - Vor einer Ermüdung der Bevölkerung, die Corona-Eindämmungsmaßnahmen einzuhalten, hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt gewarnt. „Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen nach zehn Monaten Pandemie ermüdet sind und die Corona-Schutzmaßnahmen als belastend empfinden“, sagte er der Rheinischen Post (23.01.2021). Die Beschränkungen würden „bei vielen Menschen auch psychosozialen Stress“ verursachen.

Wichtig sei deshalb, dass die Politik den Bürgern Perspektiven biete. Dazu gehöre eine klare Kommunikation über die Impfkapazitäten, die in den kommenden Wochen und Monaten bis zum Sommer zunehmen würden. „Wichtig ist außerdem ein transparenteres Verfahren für die Erarbeitung der Anti-Corona-Maßnahmen“, sagte Reinhardt. Die Politik lasse sich zwar von Experten aus der Wissenschaft beraten. Aber die Zusammensetzung dieser Runden wechsele ständig und mitunter sei auch nicht klar, nach welchen Kriterien die Fachleute ausgewählt würden. „Sinnvoll wäre ein kontinuierlich tagender nationaler Pandemierat, der mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Juristen, Ethikern, Soziologen und Pädagogen besetzt ist. Dieser könnte die Entscheidungen der Politik vorbereiten“, betonte er. Auch das würde die Akzeptanz der Bevölkerung für die Anti-Corona-Maßnahmen stärken.

 

 

Münster - „Die Entscheidung der Landesregierung, den Modellstudiengang Humanmedizin am Standort Bielefeld zu genehmigen, ist nicht nur ein bedeutender Schritt für den Wissenschaftsstandort OWL, sondern hat vor allem auch eine große Bedeutung für die zukünftige Gesundheitsversorgung in Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus.“ Dies erklärt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Hans-Albert Gehle.

 

Münster - „Die Entscheidung der Landesregierung, den Modellstudiengang Humanmedizin am Standort Bielefeld zu genehmigen, ist nicht nur ein bedeutender Schritt für den Wissenschaftsstandort OWL, sondern hat vor allem auch eine große Bedeutung für die zukünftige Gesundheitsversorgung in Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus.“ Dies erklärt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Hans-Albert Gehle. „Wir sind froh und dankbar, dass die Einrichtung des Studiengangs Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld vorangeht und ein Medizinstudium in Bielefeld bald Realität wird.“ Vor allem vor dem Hintergrund des gravierenden Ärztemangels sei die Einrichtung einer medizinischen Fakultät in Bielefeld perspektivisch wichtig für die Versorgungssituation in der Region, so Gehle. Er setzt dabei auf den sogenannten „Klebeeffekt“, nach dem Ärztinnen und Ärzte bei ihrer späteren Arbeit oft im Umkreis ihres Studienortes bleiben.

„Der Bedarf an medizinischer Versorgung steigt“, stellt Gehle fest. Deshalb wäre es aus seiner Sicht wünschenswert, in Nordrhein-Westfalen für die mehrere Tausend deutschen Medizinstudierenden im Ausland oder Studierenden auf Teilstudienplätzen im Land Möglichkeiten zu schaffen, ihr Medizinstudium im klinischen Teil fortzusetzen. „Um dafür die Kapazitäten zu schaffen, wäre an allen Medizinischen Fakultäten in NRW die Hinzunahme neuer Lehrkrankenhäuser nötig.“

Die ÄKWL wird sich nach Aussage ihres Präsidenten auch weiterhin für eine Erhöhung der Studienplatzkapazitäten einsetzen. Es müsse alles unternommen werden, um mehr Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung zu gewinnen. Seit Anfang der 90er Jahre seien etwa 1.000 Studienplätze für Medizin in Nordrhein-Westfalen abgebaut worden. „Um die Versorgung der Bevölkerung auf Dauer aufrecht zu erhalten, müssen zusätzliche Studienplätze geschaffen werden“, sagt Gehle.

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe habe, so Gehle abschließend, das Projekt des medizinischen Studiengangs in OWL von Beginn an in Person des damaligen Kammerpräsidenten und heutigen Ehrenpräsidenten der ÄKWL, Prof. Dr. Theodor Windhorst, maßgeblich unterstützt. Die Medizinische Fakultät in Bielefeld werde sich künftig bestens mit der international anerkannten Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität zu einem attraktiven Ausbildungs-Standort für Ostwestfalen-Lippe ergänzen.

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Münster - Der Stopp der Corona-Impfungen in den nordrhein-westfälischen Kliniken und die Verschiebung des Impfstarts in den Impfzentren führt nach Ansicht des Vorstandes der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) zu erheblichen Irritationen bei den Kolleginnen und Kollegen, die in der Gesundheitsversorgung aktiv tätig sind.

 

Münster - Der Stopp der Corona-Impfungen in den nordrhein-westfälischen Kliniken und die Verschiebung des Impfstarts in den Impfzentren führt nach Ansicht des Vorstandes der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) zu erheblichen Irritationen bei den Kolleginnen und Kollegen, die in der Gesundheitsversorgung aktiv tätig sind. Kammerpräsident Dr. Hans-Albert Gehle fordert, den Neustarttermin 1. Februar auf jeden Fall einzuhalten, das gesamte Gesundheitspersonal zu impfen und die Impfkampagne zukünftig ohne weitere Unterbrechungen durchzuführen. Über den Impfstopp zeigt sich Gehle „enttäuscht und besorgt“. Er votiert für eine verlässliche Impfplanung.

Durch den Mangel an Impfdosen sei natürlich die Festlegung einer Impfreihenfolge notwendig, es dürfe dabei aber nicht zu einem „Auseinanderdividieren des medizinischen Personals“ kommen. Es könne nicht sein, dass Hausärzte, die mit ihren Mitarbeitern Pflege- oder Altenheimbewohner versorgen, nicht mit allerhöchster Priorität geimpft würden, auch onkologische Praxen etwa müssten prioritär geschützt werden. In den Kliniken seien Unterscheidungen zwischen den einzelnen Arzt- und Beschäftigungsgruppen schwierig, da in Bereitschafts-, Ruf- oder 24-Stunden-Diensten jeder Arzt, jede Pflegekraft mit Corona-Patienten in Kontakt komme könne. „Die gesamte Ärzteschaft inklusive ihrem Fachpersonal steht schließlich im Kampf gegen das Corona-Virus an vorderster Front.“

Der Impfstoff bleibt laut Gehle auf absehbare Zeit knapp. Deshalb sei eine Priorisierung sinnvoll, es sei aber schwierig, von vornherein Unterscheidungen und Einteilungen festzulegen. Der aktuellen Priorisierung fehlten Differenzierungsmöglichkeiten innerhalb jeder Gruppe. „Der 60jährige Kranke kann mehr gefährdet sein als der 80jährige Gesunde. Es muss möglich sein, dass Ärzte dann vor Ort in Kenntnis der lokalen Versorgungsstrukturen Impfentscheidungen treffen können.“

Gehle abschließend: „Eine hohe Impfrate in der Ärzteschaft kann stimulierend für die Bevölkerung sein und als gutes Beispiel Impfängste bei den Menschen abbauen. Ich weiß, dass beim Thema Impfen alle auch geduldig sein müssen. Ein verlässlicher Impfplan bedeutet daher Sicherheit. Ein neuerlicher Impfstopp wäre äußerst kontraproduktiv für die Impfbereitschaft in der Bevölkerung.“

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Hannover - Gestern hat die neu gewählte Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) in einer konstituierenden Sitzung ihre Arbeit aufgenommen. Die 60 Mitglieder der Kammerversammlung stammen aus sämtlichen Regionen Niedersachsens und werden alle fünf Jahre von den inzwischen mehr als 43.000 Mitgliedern der ÄKN neu gewählt.

 

Hannover - Gestern hat die neu gewählte Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) in einer konstituierenden Sitzung ihre Arbeit aufgenommen. Die 60 Mitglieder der Kammerversammlung stammen aus sämtlichen Regionen Niedersachsens und werden alle fünf Jahre von den inzwischen mehr als 43.000 Mitgliedern der ÄKN neu gewählt. Angesichts der Tatsache, dass nicht nur Ärztinnen und Ärzte im täglichen Kampf gegen das Coronavirus unverzichtbar sind, galt das erste berufspolitische Anliegen des Ärzteparlaments dem baldest möglichen Impfschutz für alle im Gesundheitswesen Tätigen.

Mit einer großen Mehrheit verabschiedeten die Delegierten die folgende Resolution:

„Die Kammerversammlung unterstützt grundsätzlich die vom Bundesgesundheitsministerium verfügte Priorisierung der Impfungen gegen die COVID-19-Pandemie, die die Vorrangigkeit der Impfung für Personen vorgibt, die aufgrund des Alters, ihrer Unterbringung oder ihrer Tätigkeit in Alters- und Pflegeheimen besonders gefährdet sind.

Aber die in der Rangfolge der Priorisierung folgenden, die im Gesundheitswesen im ambulanten und stationären Bereich mit direktem, ungeregeltem Kontakt zu möglicherweise infektiösen Patientinnen und Patienten tätigen Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weitere in die Patientenversorgung involvierte Personen sollen alle gleichberechtigt und schnellstmöglich geimpft werden.

In dieser Gruppe dürfen keine weiteren Unterscheidungen gemacht werden, da das Infektionsrisiko für alle vergleichbar groß ist – und ohne die betroffenen Akteure keine ausreichende medizinische Versorgung aufrechterhalten werden kann.“

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Berlin - Die von Bund und Länder beschlossene Verlängerung des Lockdowns hält Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt für richtig. Erst wenn sich der Trend rückläufiger Infektionszahlen fortsetze, könne an Lockerungen gedacht werden, sagte er im Interview mit der Passauer Neuen Presse (21.01.2021). Schutzmaßnahmen seien insbesondere für Alten- und Pflegeheime notwendig. „Wir haben zwar eine Teststrategie für diese Einrichtungen. Man muss die Heime aber auch personell in die Lage versetzen, die vorgesehenen Schnelltests bei Bewohnern, Beschäftigten und Besuchern regelmäßig vorzunehmen", betonte Reinhardt. Die Bund-Länder-Beschlüsse zum Einsatz der Bundeswehr und freiwilliger Helfer könnten nun aber eine echte Entlastung sein.

Als dringend erforderlich begrüßte der BÄK-Präsident das Vorhaben von Bund und Ländern, in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Konzepte für eine Öffnungsstrategie für die Zeit nach dem Lockdown zu entwickeln. „Trotzdem wird es natürlich dabeibleiben, dass wir unser Tun und Handeln ständig an die aktuelle Infektionslage anpassen müssen“, betonte er. Zur Beurteilung der Gesamtlage sollten viele unterschiedliche Aspekte in den Blick genommen werden. „Wir müssen uns genau anschauen, wie die Infektionslage in den unterschiedlichen Altersgruppen ist, wie sich die Test-Positiv-Rate entwickelt und ob wir besonders auffällige Infektionscluster haben“, so Reinhardt. Die Inzidenzentwicklung sei eine wichtige Größe, aber eben nicht die einzige.

Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland betonte der BÄK-Präsident die besondere Bedeutung eines richtigen Umgangs mit medizinischen Masken. „Die Schutzwirkung insbesondere von FFP2-Masken ist für Träger und ihr Umfeld deutlich höher als die von Behelfsmasken aus Stoff. Diese höherwertigen Masken müssen aber regelmäßig durch neue ersetzt werden, weil sie nicht einfach gewaschen werden können“, so Reinhardt.

 

 

 

 

Celle - “Wir Ärztinnen und Ärzte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front und ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass alle Kolleginnen und Kollegen einen umfassenden Impfschutz erhalten”, erklärt Dr. med. Martina Wenker anlässlich ihrer Wiederwahl zur Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN).

 

Celle - “Wir Ärztinnen und Ärzte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front und ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass alle Kolleginnen und Kollegen einen umfassenden Impfschutz erhalten”, erklärt Dr. med. Martina Wenker anlässlich ihrer Wiederwahl zur Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). 45 von 58 anwesenden Kammerversammlungsmitgliedern haben der Hildesheimerin heute ihre Stimme gegeben. Wenker ist damit zum vierten Mal in Folge zur ÄKN-Präsidentin gewählt: Die Fachärztin für Innere Medizin und Lungen- und Bronchialheilkunde steht seit 2006 an der Spitze der Ärztekammer.

Marion Renneberg als Vizepräsidentin wiedergewählt

Ebenfalls im Amt bestätigt wurde die Fachärztin für Allgemeinmedizin Marion Charlotte Renneberg. Sie erhielt 54 Stimmen. Die Vorsitzende der ÄKN-Bezirksstelle Braunschweig ist damit zum zweiten Mal zur ÄKN-Vizepräsidentin gewählt. Renneberg will sich weiter dafür einsetzen, den Arztberuf für die künftigen Generationen attraktiv zu halten und fordert deshalb bessere Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte: „Während der Corona-Pandemie hat uns Hausärztinnen und -ärzten zum Beispiel vielfach die Unterstützung aus dem Gesundheitssystem gefehlt.“

Hans Martin Wollenberg neu im Landesvorstand

Auch die fünf weiteren Mitglieder des Landesvorstands wurden heute gewählt. Im Amt bestätigt wurden Dr. med. Thomas Buck, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und Vorsitzender der ÄKN-Bezirksstelle Hannover, mit 47 Stimmen; Dr. med. Franz Bernhard M. Ensink, MBA, Facharzt für Anästhesiologie, mit 50 Stimmen; Dr. med. Wolfgang Lensing, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, mit 44 Stimmen sowie der Facharzt für Allgemeinmedizin Jens Wagenknecht, Vorsitzender der ÄKN-Bezirksstelle Wilhelmshaven, mit 45 Stimmen. Neu in den Vorstand gewählt wurde Hans Martin Wollenberg: Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie erhielt 42 von 58 Stimmen.

Die 60 Mitglieder der Kammerversammlung werden alle fünf Jahre von den inzwischen mehr als 43.000 Mitgliedern aus sämtlichen Regionen Niedersachsens gewählt. Dieses freiwillige ehrenamtliche Engagement von Ärztinnen und Ärzten in der Kammerversammlung sowie in den ÄKN-Organen und -Gremien ist die Basis der ärztlichen Selbstverwaltung – gemäß dem Grundsatz: so viel Staat wie nötig, so viel Eigenverantwortung wie möglich. Mithilfe des „Parlaments“ und dem aus diesem Gremium gewählten Landesvorstand entscheiden Ärztinnen und Ärzte selbst über ihre Belange. Auf dieser Grundlage sichert die Ärztekammer etwa die Qualität der ärztlichen Behandlung durch konsequente Fort- und Weiterbildung und die Einhaltung der ärztlichen Berufsordnung. Präsidentin und Vizepräsidentin vertreten gemeinsam mit dem Landesvorstand die beruflichen sowie gesundheits- und sozialpolitischen Interessen der niedersächsischen Ärzteschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

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Welchen Einfluss eine natürliche mikrobielle Besiedelung von Versuchstieren auf deren Immunreaktionen hat, untersucht Dr. Stephan Rosshart am Universitätsklinikum Freiburg in einer neuen Emmy Noether-Gruppe. Die mikrobielle Besiedelung des Darms und der Haut ist für deren gesunde und normale Funktion unerlässlich. Auch bei der Entwicklung und Ausprägung von Immunreaktionen spielt das Mikrobiom, also die Gesamtheit aller …

Der Beitrag Wie der Mäusedarm der Immunforschung helfen soll erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Der Berufsweg als forschender Arzt – Clinician Scientist – ist nach wie vor steinig: Noch immer fehlen nach Durchlaufen eines Clinician-Scientist-Programms geeignete Anschlusspositionen. Als einen Lösungsansatz schreibt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) zum zweiten Mal drei “Else Kröner Clinician Scientist Professuren” aus. “Für die Verbesserung der anwendungsbezogenen und patientenorientierten medizinischen Forschung ist es erforderlich, dass Ärzte …

Der Beitrag Ausschreibung gestartet: Clinician-Scientist-Professuren erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Bioinformatiker am Universitätsklinikum Jena haben in Kooperation mit Partnern in Berlin, Jena, Leipzig und Bad Langensalza das SARS-CoV-2-Genom in Thüringer Stichproben mit in Deutschland, Europa und weltweit verbreiteten Viruslinien verglichen. Die Proben aus dem Freistaat zeigen die statistisch zu erwartende Mutationsrate, die in Großbritannien, Brasilien oder Südafrika verbreiteten Mutationslinien wurden noch nicht nachgewiesen. Wichtig ist …

Der Beitrag Bioinformatiker zu SARS-CoV-2: „Das Virus mutiert fröhlich vor sich hin“ erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Wie lässt sich die Passform bestimmter Wirkstoffe optimieren, damit sie länger an Ihre Zielproteine binden und damit eine stärkere pharmakologische Wirkung entfalten? Forschende haben das am Beispiel von Kinase-Hemmern untersucht, die oft in der Krebsbehandlung eingesetzt werden. Wie sich die Passform bestimmter Wirkstoffe optimieren lässt, damit sie länger an ihre Zielproteine binden und damit eine …

Der Beitrag Pharmaforschung: Wenn sich Wirkstoff und Zielprotein „umarmen“ erschien zuerst auf Biermann Medizin.

WissenschaftlerInnen der Medizinischen Hochschule Hannover untersuchten den schützenden Effekt des „Unsterblichkeitsenzyms“ Telomerase in einem Doxorubicin-behandelten Mausmodell. Die Telomerase-Gentherapie könnte eine neue Strategie sein, um der Herzschädigung durch Chemotherapeutika vorzubeugen, berichten sie im Fachmagazin „Molecular Therapy“.  Nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts erkrankten im vergangenen Jahr in Deutschland rund 510.000 Menschen neu an Krebs. Dank verbesserter …

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Neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Patienten hat auch immer der zwischenmenschliche Aspekt großen Einfluss darauf, wie der Patient den Kampf gegen eine Erkrankung führt. Dieser Aspekt leidet besonders, wenn Patientenbesuche aufgrund der Coronavirus-Pandemie nur eingeschränkt bzw. auf den Intensivstationen kaum möglich sind. Anlässlich des Tages des Patienten, am 26. Januar 2021, zeigt das …

Der Beitrag Nähe spenden und dabei trotzdem Abstand halten erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Die Oligodendrozyten galten bislang vor allem als eine Art zelluläres Isolierband, das die Weiterleitung elektrischer Signale im Gehirn beschleunigt. Eine Studie der Universität Bonn zeigt nun aber, dass sie in manchen Hirnregionen auch für die Energieversorgung der Neuronen wichtig sind. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift “Cell Reports”. Im menschlichen Gehirn existieren etwa ebenso viele …

Der Beitrag Signalverarbeitung: Hirnzell-Netzwerk versorgt Neuronen mit Energie erschien zuerst auf Biermann Medizin.

WIESBADEN – Im 3. Quartal 2020 wurden in Deutschland rund 24 000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 3,7 Prozent weniger als im 3. Quartal 2019. Diese Veränderungsrate liegt im Bereich der üblichen Schwankungen, sodass dieses Ergebnis nicht durch einen Sondereffekt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beeinflusst sein muss. 70 …

Der Beitrag Corona-Pandemie hat keinen Einfluss auf Schwangerschaftsabbruch-Rate erschien zuerst auf Biermann Medizin.

G3BP-Proteine hemmen den Stoffwechsel-Treiber MTOR –  ein Signalprotein, das bei Tumorerkrankungen und Entwicklungsstörungen des Gehirns eine zentrale Rolle spielt. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universität Innsbruck und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gemeinsam mit der Medizinischen Universität Innsbruck und einem europaweiten Forschungsnetzwerk. Das Signalprotein MTOR (Mechanistic Target of Rapamycin) ist ein Sensor für Nährstoffe wie …

Der Beitrag Neu entdeckter Mechanismus schützt vor Krebszellwanderung und Epilepsie erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Forscher an der Duke University in Durham, USA, haben einen molekularen Mechanismus entdeckt, der dafür sorgt, dass virale Infektionen während der Schwangerschaft das ungeborene Kind nicht schädigen. Bei viralen Infektionen produziert das System Typ-I-Interferone, die dafür sorgen, dass umliegende Zellen am Entzündungsgeschehen beteiligt sind und besser auf die Viren reagieren können. Gelangt eine solche Reaktion …

Der Beitrag Estrogenrezeptoren in der Plazenta schützen Fetus vor Vireninfektionen erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist an einem internationalen Forschungsnetzwerk beteiligt, dass das Zusammenspiel von Entzündung und Fibrose nach einem Herzinfarkt genauer untersucht und damit einen Beitrag zu personalisierten Behandlungsansätzen leisten will. Die in Frankreich ansässige Leducq-Stiftung fördert das Projekt für fünf Jahre mit 5,9 Millionen Euro.
In den letzten Wochen mehrten sich die weltweiten Berichte zu weiteren Varianten von SARS-CoV-2. Dazu zählen insbesondere die neue sogenannten britische SARS-CoV-2 Variante (B.1.1.7), die zunächst in Großbritannien beobachtet wurde und sich dort rasch verbreitet hat, und die südafrikanische Variante (B.1.351).
Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Mint Medical GmbH, Entwickler der führenden radiologischen Softwareplattform mint Lesion für die Standardisierung radiologischer Befunderhebungen sowie kontextgetriebener strukturierten Befunden, und dem LMU Klinikum München wird mit Blick auf die klinische Routine ausgebaut.
Bestimmte Anker-Proteine hemmen einen zentralen Stoffwechsel-Treiber, der bei Tumorerkrankungen und Entwicklungsstörungen des Gehirns eine wichtige Rolle spielt. Zu diesem Ergebnis, das neue Chancen für personalisierte Therapien von Krebs und neuronalen Erkrankungen eröffnen könnte, kamen Wissenschaftlerinnen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Universität Innsbruck gemeinsam mit einem europaweiten Forschungsnetzwerk.
Unter Leitung der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT hat das BMBF-geförderte Projekt "Hospital 4.0" erforscht, wie die Logistik in Krankenhäusern durch technologiebasierte Prozesse optimiert werden kann.
Schädigungen der grauen Hirnsubstanz tragen maßgeblich zur Progression der Multiplen Sklerose bei. Ursache sind Entzündungsreaktionen, die zum Synapsenverlust führen und die Aktivität der Nervenzellen vermindern, wie Neurowissenschaftler zeigen.
Inmitten des eher grau gehaltenen Kölner Universitätsklinikums ist im letzten Jahr ein farbenfroher Lichtblick entstanden. Um ihr Know-how zu bündeln, haben sich die vier Uniklinken Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln zum von medfacilities verantworteten und geplanten „CIO – Centrum für Integrierte Onkologie“ zusammengeschlossen. Ein optisches Highlight des beeindruckenden Neubaus ist die in hoffnungsvollen Farben erstrahlende Fassade von kadawittfeldarchitektur.
Akutversorgung und Rehabilitation schwerverletzter und berufserkrankter Menschen: Auf diese Leistungen spezialisiert sich die Berufsgenossenschaftliche (BG) Klinik Ludwigshafen. Die Schwerpunkte der Einrichtung der gesetzlichen Unfallversicherung liegen in der Unfallchirurgie und plastischen Chirurgie. Für die Erstellung der Fotodokumentation und den Zugriff auf medizinische Bilder aus dem PACS kommt hier unter anderem mRay zum Einsatz. Die Akzeptanz für diese ortsunabhängige digitale Lösung von mbits ist in den Behandlungsteams sehr hoch.
Ein Blutwäsche-Verfahren, das bislang vor allem bei Herzinfarkten zum Einsatz kommt, zeigt vielversprechende Ergebnisse auch bei Covid-19: nun konnte erstmals ein Patient mit der so genannten CRP-Apherese erfolgreich behandelt werden. Die Behandlung richtet sich nicht gegen das Coronavirus selbst, kann aber potenziell lebensgefährliche Folgen der Infektion verhindern.
Nicht nur Menschen ab 80 Jahren, sondern auch Jüngere mit bestimmten gravierenden Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken und im schlimmsten Fall daran zu sterben. Um das Erkrankungs-und Sterberisiko in dieser Personengruppe zu senken, sollten sie daher frühzeitig eine Covid-19-Impfung erhalten. Dies fordert dieDeutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) gemeinsam mit den Schwerpunktgesellschaften der Inneren Medizin und der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF). Welche internistischen Krankheitsbilder mit einem erhöhten Covid-19-Risiko verbunden sind, haben Experten in einer aktuellen Stellungnahme zu den Impf-Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zusammengefasst.
Die Photodynamische Therapie (PDT) ist eine neuartige Form der Krebstherapie unter Verwendung von Licht. Mit ihrer Hilfe lassen sich bösartige Tumore sehr gezielt behandeln. Sie hat sich bislang schon bei vielen Krebsformen bewährt - wie bei Hautkrebs, Blasen-, Lungen- und Gallengangskarzinomen. Auch bei Brustkrebs und Gehirntumoren sind Behandlungserfolge bekannt. Bislang gab es keine Möglichkeit, diese spezielle Form der PDT auch bei Prostatakrebs einzusetzen. Doch an der Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie wird das Verfahren weltweit erstmals mit einer besonderen, in Heidelberg auf dem Unicampus hergestellten photoaktiven Substanz, dem Chlorin E6, eingesetzt.
Eine Störung der Blutbildung – eine B-Zell-Lymphozytose – führt in einigen Fällen zu Blutkrebs. Doch die epigenetische Signaturen beider Erkrankungen gleichen sich und bilden sich sehr früh. Dies zeigte nun ein internationales Team mit Hilfe von Proben von Betroffenen. Chronische Leukämien beginnen häufig schleichend. Erst nach und nach breiten sich weiße Blutzellen oder ihre Vorläufer unkontrolliert im Knochenmark aus, beeinträchtigen dort die normale Blutbildung und wandern in Milz, Leber und andere Organe ein.
Forschende der Universitätsspitäler Zürich und Basel sowie der ETH Zürich, der Universität Zürich und der Pharmafirma Roche setzten sich zum Ziel, die Diagnose von Krebsleiden mit einer Vielzahl modernster molekularbiologischer Methoden zu verbessern.
Mithilfe mathematischer Bildverarbeitung haben Wissenschafter der Forschungskooperation BioTechMed-Graz einen Weg gefunden, digitale Zwillinge von menschlichen Herzen zu erstellen. Die Methode eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der klinischen Diagnostik. Obwohl die therapeutischen Möglichkeiten immer besser werden, zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Europa. Der Therapieerfolg ist von Patientin zu Patienten unterschiedlich und abhängig vom individuellen Krankheitsbild, wie Gernot Plank, Forscher am Institut für Biophysik der Medizinischen Universität Graz an einem Beispiel erklärt: „Beispielsweise ist bei rund 30 Prozent der Herz-Patientinnen und -Patienten, denen ein Herzschrittmacher zur mechanischen Resynchronisation des Herzschlags eingepflanzt wurde, die Schrittmachertherapie nicht erfolgreich.“
Während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 haben Patienten mit Schlaganfallsymptomen viel seltener ärztliche Hilfe in Anspruch genommen als in normalen Zeiten, das belegen aktuelle Zahlen. Da jedoch auch ein leichter Schlaganfall sofort behandelt werden muss, ist dies im Hinblick auf Langzeitschäden riskant und gefährlich. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) betont deshalb, wie wichtig es ist, sich auch während der aktuellen Lockdown-Phase bei Anzeichen eines Schlaganfalls – auch wenn es sich nur um leichte Symptome handelt – umgehend medizinisch behandeln zu lassen.
Ein Grund, warum sich Nervenschäden im Gehirn nicht gut regenerieren lassen, ist, dass die Nervenfortsätze nicht wissen, in welche Richtung sie wachsen sollen. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der Sorbonne Université Paris und der Technischen Universität Braunschweig arbeitet daran, ihnen nun die Richtung mithilfe von magnetischen Nanopartikeln zeigen.
MHH-Forschungsteam weist Biomarker für kardiovaskuläre Belastung im Blut von COVID-19-Betroffenen nach.
Auf und in unserem Körper lebt eine riesige Gemeinschaft aus Mikroorganismen – die Mikrobiota. Oftmals wird sie auch als Mikrobiom bezeichnet, wobei der Begriff Mikrobiom im eigentlichen Sinne die Erbinformation der Mikrobiota beschreibt.
Das BMBF-geförderte Projekt CTCelect erzielt bedeutende Fortschritte für die Untersuchung vereinzelter zirkulierender Tumorzellen (CTCs).
Theoretische Physiker aus Berlin haben sich mit experimentellen Physikern aus München zusammengetan, um die Mechanik der Zellmigration – Ortsveränderungen von Zellen – genauer zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.
Mit Hilfe eines typischen Proteins im menschlichen Blut lassen sich womöglich schwer zu diagnostizierende Pankreastumore aufspüren.
Zusammen mit dem German Biobank Node entwickeln Biobank-Experten des Universitätsklinikums Jena ein Qualitätssicherungskonzept für den Umgang mit flüssigen Biomaterialproben.
CAU-Forschungsteam weist in großer Genomstudie Zusammenhänge bestimmter Genvarianten mit der Zusammensetzung der Bakterienbesiedlung im menschlichen Körper nach.
Nervenzellen kommunizieren miteinander via Synapsen. Deren Leistung dürfte viel höher sein, als bisher vermutet, wie Neurowissenschaftler der Universität Zürich und ETH Zürich zeigen. Die Signalübertragung ist umso stärker, je grösser eine Synapse ist. Diese Erkenntnisse ermöglichen besser zu verstehen, wie das Gehirn funktioniert und wie neurologische Erkrankungen entstehen.
Dem Gehirn bei der Arbeit zuschauen und seine Funktionsweisen erforschen – das ist am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) jetzt auch mithilfe eines Magnetresonanztomografen (MRT) möglich. Das MRT-Gerät mit einer Feldstärke von drei Tesla wird die interdisziplinäre Forschung zum Wohl und Schutz des arbeitenden Menschen am IfADo stärken.
Nur wenige Millimeter dick, hat Gelenksknorpel in unserem Bewegungsapparat eine essenzielle Bedeutung, denn er ist für einen – im wahrsten Sinne des Wortes – reibungslosen Bewegungsablauf verantwortlich. Sein spezieller Aufbau bringt es jedoch mit sich, dass selbst kleine Verletzungen nicht regenerieren. Eine rechtzeitige Behandlung von Knorpelschäden ist daher essenziell.
ZHAW-Forschende entwickeln mit der Schweizer Firma Osmotex AG eine selbstdesinfizierende Maske, die Viren auf Knopfdruck inaktiviert. Der Prototyp dieser weltweit einzigartigen Maske aus elektrochemischen Textilien zeigt eine antivirale Wirkung von über 99 Prozent. Weitere Anwendungen wie sterilisierbare Sitzbezüge werden geprüft.
Während gegen den Krankheitserreger SARS-CoV-2 die ersten Impfstoffe entwickelt wurden, sind wirksame Medikamente zur Behandlung noch in der Erforschung. Wissenschaftler haben in einer Arbeit der Grundlagenforschung nun Ansatzpunkte gefunden, die zur Entwicklung von Wirkstoffen gegen Coronaviren allgemein und auch gegen den aktuellen Erreger der Covid-19-Pandemie beitragen könnten.
Eine aktuelle Studie aus London/Großbritannien zeigt, dass eine nicht-invasive Stimulation mit Oberflächenelektroden bei Patienten mit Essentiellem Tremor die Intensität des Händezitterns reduzieren kann. Dr. Sebastian Schreglmann und Dr. Robert Peach, Hauptautoren der Studie, arbeiten seit dem Jahr 2020 an der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg.
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Aparito (ein in Wales und den Niederlanden ansässiges Unternehmen für medizinische Software) gaben heute bekannt, dass sie bei der Entwicklung einer App kooperieren.
Mit einer Kickoffveranstaltung am 15.01. konnte mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums das bereits vielbeachtete Forschungsprojekt "Einfluss von Formylpeptidrezeptoren auf Coronavirusinfektionen" am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern gestartet werden.
Vor allem bei der Suche nach Medikamenten gegen Viren sind aussagekräftige Methoden gefragt, mit denen Wirkstoffe identifiziert werden können. Sehr aktuell derzeit ist die Suche nach antiviralen Wirkstoffen gegen Viren wie SARS-CoV-2 und anderen Organismen mit ähnlichen Proteasen.
Im Kontext der personalisierten Medizin erlangen individuell zugeschnittene Therapieformen größere Bedeutung. Die richtige Wirkstofffindung und -dosierung sowie die Voraussage unerwünschter Nebenwirkungen stellen dabei zentrale Herausforderungen dar.
Das Horizon-2020-Projekt SIMCor, das von der Charité – Universitätsmedizin Berlin koordiniert wird, startet mit einer digitalen Kick-off-Veranstaltung am 14. und 15. Januar. Ziel des Vorhabens ist es, eine Plattform für die Testung, Entwicklung und Zulassung von Herz-Kreislauf-Implantaten zu schaffen.
Ein Team um den LMU-Forscher Nicolai Siegel hat einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem sich Erreger der afrikanischen Schlafkrankheit dem menschlichen Immunsystem entziehen. Daraus lässt sich viel für andere Infektionserkrankungen ableiten.
Es ist ein visionäres Projekt, und das zeigt sich nicht nur im Namen: Das internationale Forschungsprojekt SciFiMed will in den kommenden vier Jahren einen Biosensor entwickeln, der dabei hilft, Entzündungsreaktionen im Körper besser zu charakterisieren. Damit sollen die Diagnose und Therapie bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen verbessert werden.
Die Xenon-Magnetresonanztomographie erlaubt Einblicke ins Körperinnere und eröffnet Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie von Krankheiten. Physiker vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) konnten die Detektionsmethode mit dem Edelgas Xenon nun entscheidend verbessern.
Ein internationales Forscherteam unter Federführung der Universität Bonn hat neuartige Antikörper-Fragmente gegen das SARS-Coronavirus-2 gefunden und weiterentwickelt. Diese "Nanobodies" sind viel kleiner als klassische Antikörper.
Gerinnungsuntersuchungen am Universitätsklinikum Tübingen zeigen nun, dass Blutplättchen von schwer erkrankten COVID-19 Patienten in einem pro-thrombotischen Zustand versetzt sind, der vermutlich eine der Ursachen darstellt, warum gerade mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten so häufig thromboembolische Ereignisse haben.
Im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) erproben Ärzte derzeit ein neuartiges Verfahren der Computertomographie (CT): Für die Darstellung von Knochenmetastasen bei fortgeschrittenen Brustkrebs-Erkrankungen verglichen DKFZ-Radiologen nun das neue "photonenzählende" CT mit der konventionellen CT-Bildgebung.
Menschen, die viele Kunden an der Kasse oder an einem Schalter bedienen müssen, tragen ein besonders hohes Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP wurde deshalb eine Art Luftschleuse entwickelt, die die Arbeitsplätze durch einen steten Luftstrom von der Umgebungsluft abschirmt.
Aneurysma-Operationen gehören zu den heikelsten Eingriffen der Neurochirurgie. Die Wahl der Eingriffsart, die Planung der Route und der Eingriff am Blutgefäss stellen höchste Anforderungen an die Operateure.
Werden sensorische Signale von Prothesen an das Nervensystem weitergeleitet, hilft das beinamputierten Personen, ihre Prothese als Teil ihres Körpers wahrzunehmen. Dies führt auch dazu, die sonst als schwer empfundenen Prothesen als leichter zu empfinden, wie ETH-Forschende zeigen konnten.
Sowohl ungünstige Krankheitsverläufe bei häufigen Leberleiden als auch seltene Lebererkrankungen bei der Vielzahl von Patientinnen und Patienten herauszufiltern ist eine Aufgabe, die außerhalb spezialisierter hepatologischer Zentren kaum zu bewältigen ist. Das Forschungsprojekt "Deep Liver" macht sich nun dafür die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz zunutze.
Mit der CAR-T-Zell-Therapie bietet das jetzt von der Krebsgesellschaft zertifizierte Hämatoonkologische Zentrum des Universitätsklinikums Münster Patienten eine neue vielversprechende Behandlungsoption.
Der BVMed begrüßt die Initiative von Bund und Ländern, schnellstmöglich einen Impfgipfel durchzuführen. Dadurch kann eine bessere Koordination aller Beteiligten erreicht werden. Dabei müssen unbedingt auch die Hersteller von Medizinprodukten wie Spritzen oder Kanülen eingebunden werden. Denn: keine Impfungen ohne Spritzen. Der BVMed und die relevanten Hersteller stehen zur aktiven Mitarbeit bereit.
„Wir müssen die Wertschätzung für die Gesundheitswirtschaft erhöhen. Dabei können wir auch mit den technologischen Leistungen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie wuchern!“ Das sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Gesundheitsausschusses, Alexander Krauß, beim digitalen Gesprächskreis Gesundheit des BVMed. Er sieht in der industriellen Gesundheitswirtschaft „viel Zukunftspotenzial, um Arbeitsplätze zu schaffen. Wir müssen überlegen, wo wir als Staat sinnvoll fördern und unterstützen können – und dann auch Exportchancen nutzen.“
Auch nach der Einigung zwischen Europa und Großbritannien auf ein Freihandelsabkommen ohne Zölle und Quoten gibt es noch zahlreiche offene Fragen – beispielsweise zu den regulatorischen und rechtlichen Änderungen für Medizinprodukte. Der BVMed setzt sich dabei weiter für ein Gegenseitiges Anerkennungs-Abkommen (MRA) für Medizinprodukte zwischen der EU und Großbritannien ein, um bürokratische Hemmnisse abzubauen. Die BVMed-Akademie informiert am 24. Februar 2021 in einem Webinar über die Auswirkungen des Freihandelsabkommens auf den MedTech-Sektor.
Trotz „unsicherer Evidenzlage“ hat der GBA die LDR-Brachytherapie des Prostatakarzinoms in den Katalog der ambulanten Versorgungsleistungen aufgenommen. Nun ist der Bewertungsausschuss am Zug, der binnen sechs Monaten eine EBM-Ziffer auf die Beine stellen muss, berichtet ÄrzteZeitung Online.
Die Hersteller innovativer Wundversorgungslösungen blicken gebannt in Richtung GBA. In welcher Form wird er den Nutzennachweis einfordern, um bestimmte Produkte in der Erstattungsfähigkeit zu halten, fragt die ÄrzteZeitung Online.
Der BVMed spricht sich für eine umfassende Reform der Krankenhausfinanzierung aus. Ein zukünftiges Finanzierungssystem müsse insbesondere qualitätsorientierte Versorgungsprozesse besser berücksichtigen, fordert der deutsche MedTech-Verband in einem Positionspapier zur Bundestagswahl 2021. Der BVMed schlägt die Einsetzung einer DRG-Zukunftskommission unter Beteiligung der MedTech-Branche vor.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 21. Januar 2021 die geltenden Corona-Sonderregeln für ärztlich verordnete Leistungen um weitere zwei Monate bis 31. März 2021 verlängert. Die Sonderregeln ermöglichen beispielsweise, Folgeverordnungen für Hilfsmittel auch nach telefonischer Anamnese auszustellen und postalisch an den Patienten zu übermitteln. Die Covid-Empfehlungen des GKV-SV für den Hilfsmittelbereich ermöglichen wiederum - in Abhängigkeit vom individuellen persönlichen Versorgungsbedarf - die kontaktlose Versorgung. Diese wurden ebenfalls bis zum 31. März 2021 verlängert.
Noch knapp vier Monate verbleiben bis zum Geltungsbeginn der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) am 26. Mai 2021. Das umfassende Regelwerk erhöht für Hersteller die Anforderungen für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten. Zusätzlich verschärft die COVID-19-Pandemie mit verzögerten Audits den Druck auf alle Akteure. Gerade mittelständische MedTech-Unternehmen, die über geringere Personalressourcen verfügen, sind mit der Vielzahl, aber ebenso mit dem Fehlen, von Informationen oftmals überfordert. Die BVMed-Akademie vermittelt durch eine MDR-Seminarreihe relevante Informationen und gibt Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Fachexperten.
Die 3D-HD Laparoskopie ist für eine breite klinische Anwendung geeignet und bietet ein hohes Maß an chirurgischer Sicherheit von der Patient und Operateur gleichermaßen profitieren.
Kontinenzstörungen sind nach wie vor ein Tabuthema. Aus Schamgefühl sprechen Betroffene ungern darüber, Beschwerden werden verschwiegen und oft findet ein Rückzug aus dem sozialen Umfeld statt. Manchmal kann eine Kontinenzstörung nicht vollständig geheilt werden. Aber mit innovativen Therapieverfahren und modernen Hilfsmitteln lässt sie sich häufig so weit verbessern, dass Betroffene wieder ohne Einschränkungen und Unsicherheiten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
In umfassenden Primär- und Sekundärpräventionsstudien konnte gezeigt werden, dass bei der Behandlung beziehungsweise Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Senkung der Blutfette ein wichtiges therapeutisches Wirkungsprinzip darstellt. Patienten mit einem entsprechend hohen Lp(a)-Wert bleibt zur Therapie oft nur die Lipid-Apherese. Das extrakorporale H.E.L.P.-Verfahren hat sich als Maximaltherapie und Präventivmaßnahme einer Atherosklerose der Herzkranzgefäße unmittelbar und langfristig bewährt.
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) kommt es zu Störungen der peripheren Blutversorgung durch Verengungen (Stenosen) oder Verschlüsse (Okklusionen) von den versorgenden Arterien der Extremitäten. Die Hauptrisikofaktoren an einer pAVK zu erkranken sind Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Bewegungsmangel. Die pAVK ist eine häufige Erkrankung mit einer signifikanten Morbiditäts- und Mortalitätsrate. Bei der pAVK ist es entscheidend wichtig, rechtzeitig und effektiv zu behandeln. Nur so können eine Amputation oder andere schwerwiegende Folgeschäden verhindert werden. Oberstes Ziel ist eine erfolgreiche Revaskularisierung. Eine effektive Behandlung mit Medikamentfreisetzenden PTA-Ballons (DCBs) steigert nicht nur die Lebensqualität des Patienten, sondern entlastet auch das Gesundheitssystem und damit die Volkswirtschaft.
Der Schlaganfall ist einer der häufigsten Erkrankungen und Todesursachen weltweit. Allein in Deutschland verstarben in 2015 15.7701 Menschen infolge eines Schlaganfalls. Zu einem Schlaganfall kommt es, wenn aufgrund plötzlich auftretender Durchblutungsstörungen im Gehirn bestimmte Regionen nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Heute ist das am weitesten entwickelte mechanische Thrombektomiesystem in der Lage, mit einem einfachen und einmaligen Eingriff mit nur einem einzigen System bei 94,7 Prozent das Blutgerinnsel zu entfernen und somit den Blutfluss wiederherzustellen.
Die Lungenembolie ist eine akute, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Gerade in den ersten drei Monaten hängt das Überleben der Patienten von deren hämodynamischen Status und der rechtsventrikulären Dysfunktion ab. Wichtig ist, besonders gefährdete Patienten mit einer entsprechenden Risikostratifizierung zu identifizieren. Daraus leitet sich ab, welche der Therapieoptionen angebracht ist. Die pharmakomechanische Thrombolyse mittels ultraschallunterstützter Katheterthrombolyse hat sich dabei für eine bestimmte Patientengruppe als eine effektive Therapieoption erwiesen, um die rechtsventrikuläre Dilatation zu reduzieren.
Die Herzinsuffizienz (HI), auch als Herzmuskelschwäche bezeichnet, bildet eine der häufigsten Ursachen für eine Krankenhauseinweisung deutschlandweit. Prävalenz und Inzidenz der Erkrankung sind altersabhängig. Im Alter von 45 bis 55 Jahren leiden weniger als 1 Prozent der Bevölkerung an Herzinsuffizienz, 65- bis 75-Jährige bereits zu 2–5 Prozent und über 80-Jährige zu fast 10 Prozent. Herzinsuffizienz ist eine fortschreitende Erkrankung des Herzens mit vielfältigen Ursachen. In ihrem Verlauf wird das Herz immer schwächer, das Zusammenspiel der beiden Herzkammern geht verloren. Die Folge: Es kann nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper gepumpt werden. Anfangs zeigen die Patienten nur bei körperlicher Belastung Symptome, später auch in Ruhe. Sie sind ständig müde, geraten bei geringster Anstrengung außer Atem und bekommen schlecht Luft. Im Endstadium hilft nur noch eine Herztransplantation, doch dafür kommen nur sehr wenige Patienten in Frage. Die Behandlung der Herzschwäche erfolgt heute medikamentös. Die Medikamente können Symptome lindern, den notwendigen koordinierten Herzrhythmus können sie allerdings nicht wiederherstellen.
Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Krampfadern. Herkömmliche Therapien zielen darauf ab, die betroffene Vene zu zerstören oder gar ganz zu entfernen. Die extraluminale Valvuloplastie mit dem VenoPatch ermöglicht es hingegen, Venenmaterial in einem späteren Lebensabschnitt bei Bypass-Operationen zu verwenden. Insbesondere Risikopatienten, wie Diabetiker, Patienten mit Bluthochdruck oder Raucher können von der venenerhaltenden Therapie profitieren.
Die MedTech Unternehmen beschäftigen in Deutschland über 235.000 Menschen. Die MedTech-Branche ist stark mittelständisch geprägt. 93 Prozent der MedTech-Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. Und die Branche ist ein wichtiger Treiber des medizinischen Fortschritts. Dafür werden sehr intensive Forschungsanstrengungen unternommen. Im Durchschnitt investieren die MedTech-Unternehmen rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Deutsche Medizintechnik ist auf dem Weltmarkt sehr erfolgreich. Die Exportquote lag im Jahr 2020 bei rund 65 Prozent. Der Inlandsumsatz liegt bei über 33 Milliarden Euro.
Die BVMed-Akademie führt am 18. Februar 2021 eine „Digitale Healthcare-Compliance-Schulung“ durch. Dabei geht es neben den Grundlagen der Healthcare Compliance in Deutschland und einem aktuellen Überblick über die Regelungen des „Kodex Medizinprodukte“ auch um rechtliche Fragestellungen im Zuge der Corona-Pandemie. Die Teilnehmer erhalten anschließend ein Zertifikat.
Die deutsche Gesundheitswirtschaft beschäftigt 7,6 Millionen Menschen und erwirtschaftet knapp 370 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 12,1 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Damit entsteht jeder achte Euro Bruttowertschöpfung in Deutschland in der Gesundheitswirtschaft. Die Gesundheitswirtschaft ist seit 2007 nominal in jedem Jahr gewachsen. Auch 2009, einem Jahr der Finanzkrise, verzeichnete sie ein positives Wachstum. Das geht aus einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hervor, die im Mai 2019 in Berlin vorgestellt wurde (Download unter www.bvmed.de/branchenstudien).
2021 ist ein Superwahljahr. Sieben Wahlen stehen an. Zum einen die Bundestagswahl. Zum anderen werden sechs Landesparlamente neu gewählt - in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Adipositas ist eine chronische Erkrankung mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen. Studien belegen, dass sich durch einen chirurgischen Eingriff bei einer Vielzahl von Patienten bessere Erfolge erzielen lassen als durch konservative Maßnahmen. Dies gilt insbesondere für Patienten, deren Stoffwechselsignalwege stark gestört sind. Ob der neuroendokrine Signalweg bei adipösen Menschen gestört ist, lässt sich im Vorfeld nicht abklären. Patienten erfahren dies meist dadurch, dass die konservative Therapie keine Wirkung zeigt. In solchen Fällen bietet die Adipositas-Chirurgie eine sehr effektive Methode, das Gewicht zu regulieren und Folgeerkrankungen zu verhindern. Eine nachhaltige Veränderung des Lebensstils ist auch bei einem chirurgischen Eingriff wichtig, um die Gewichtsreduktion zu unterstützen und Komplikationen zu vermeiden. Patienten mit vorheriger Lebensstilveränderung haben dabei ein langfristig besseres Outcome.
Seit rund acht Jahren steht mit der sogenannten „renalen Denervation“ ergänzend zur Medikamenteneinnahme ein operativer Behandlungsansatz für „therapieresistenten Bluthochdruck“ zur Verfügung. Dabei werden überaktive Nierennerven verödet, um den Bluthochdruck dauerhaft abzusenken. Neueste Studien belegen, dass die renale Denervierung wirkt und den Blutdruck zuverlässig senken kann.
Kathetergestützte Eingriffe haben die Möglichkeiten der Behandlung von Herzklappenerkrankungen wesentlich erweitert. Die kathetergestützte Mitralklappenreparatur bietet Patienten mit unvertretbar hohem operativem Risiko eine minimal-invasive Therapieoption bei hochgradiger symptomatischer MI. Für dieses Kollektiv belegen Registerdaten ein geringes eingriffsbedingtes Risiko sowie eine Verbesserung der Herzinsuffizienzsymptomatik und Lebensqualität nach dem Eingriff.
Zur Behandlung der Analfisteln stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. In den meisten Fällen entscheidet sich der Mediziner für einen operativen Eingriff. Postoperative Beschwerden wie beispielsweise Stuhlinkontinenz sind dabei nicht ausgeschlossen. Die Kollagenpaste kann für viele Betroffene deshalb eine Alternative darstellen. Sie erspart den Patienten nicht nur eine OP, sondern kann dazu beitragen, Folgebeschwerden zu minimieren.
Die Seed-Implantation bei Prostatakrebs soll nun auch als ambulante Behandlung von den gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland erstattet werden. Dies entschied der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mit Wirkung zum 08.01.2021.
Firmen, die neue Wege bei der Produktion von persönlicher Schutzausrüstung in Deutschland beschreiten, können ab sofort eine Förderung beim Bundeswirtschaftsministerium erhalten.
Der BVMed fordert in einem 12-Punkte-Positionspapier zur Bundestagswahl 2021 eine Gesamtstrategie für die Medizintechnik-Branche mit einer stärkeren Verzahnung von Gesundheits-, Wirtschafts- und Forschungspolitik. Zur Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland schlägt der BVMed unter anderem den Aufbau einer Medizintechnik-Innovationsagentur sowie einen besseren Zugang zu Versorgungsdaten für die forschenden MedTech-Unternehmen vor.
Nach jahrelangen Diskussionen macht der Gemeinsame Bundesausschuss die telemedizinische Versorgung bei schwerer Herzinsuffizienz zum Teil der ambulanten ärztlichen Versorgung. Doch der Teufel steckt im Detail, berichtet die ÄrzteZeitung Online.
Krankenhäuser in Corona-Hotspotregionen können künftig finanziell besonders unterstützt werden. Eine entsprechende Verordnung trat Ende 2020 in Kraft und gilt bereits rückwirkend ab dem 17. Dezember 2020, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Wegen der derzeit vielerorts besonders hohen Infektionszahlen können die Bundesländer, die grundsätzlich für die Krankenhausplanung zuständig sind, demnach mehr Kliniken bestimmen, die Ausgleichszahlungen erhalten.
Jörg Herklotz ist erst Mitte 20, als bei ihm im Vorfeld einer Operation zufällig Diabetes Typ 1 festgestellt wird. Zuvor hatte er nichts von der Krankheit bemerkt. Ab sofort muss er sich mehrmals täglich Insulin spritzen – und versucht dennoch, ein möglichst normales Leben zu führen. Er geht weiterhin arbeiten, pflegt seine Hobbies. Acht Jahre später erhält er die erste Insulinpumpe, mit der er die Krankheit noch besser im Griff hat. Inzwischen hat er bereits die vierte Gerätegeneration, die ihm dank des neuen „Hybrid Closed-Loop“-Systems ermöglicht, seinen Diabetes digital zu managen – und ihm damit noch mehr Freiheiten gibt.