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Patienten sind ungeduldig – sie warten nicht gern auf ihren Arzt. Und sie sind zunehmend bereit, für medizinische Hilfe selbst zu zahlen. Ärzte haben diesen Trend erkannt und kommen ins Büro oder nach Hause. Teil 1 unserer Serie: Die Zukunft des niedergelassenen Arztes.
Krebsforscher vermelden einen bedeutenden Fortschritt bei der Behandlung einer Variante des Glioblastoms. Betroffene überlebten mit der neuen Kombinationstherapie im Schnitt um die Hälfte länger als Patienten, die eine Standardtherapie erhielten.
Sollten unheilbar kranke Patienten Medikamente zur Selbsttötung erhalten? Die FDP fordert in dieser Frage rechtliche Klarheit. Der Antrag wird scharf kritisiert: Die BÄK ist gegen die Verabreichung todbringender Arzneien. Morgen wird in einer Anhörung im Gesundheitsausschuss diskutiert.
Husten, Schluckbeschwerden oder geschwollene Lymphknoten sind oft Anzeichen banaler Leiden. In seltenen Fällen stecken jedoch Krebserkrankungen hinter den Symptomen. Wie sollten Ärzte vorgehen, um nichts zu übersehen?
Resistente Tuberkulose-Erreger stellen Ärzte vor Herausforderungen. Ihnen bleiben nur noch wenige Reservesubstanzen. Jetzt zeigen Forscher, dass Vitamin D speziell multiresistente Formen der Erkrankung beeinflusst. Profitieren Patienten wirklich davon?
Die Coca-Cola Company ist schuld am Adipositas-Problem in China, sagt eine Anthropologin. Der Softdrink-Gigant habe die chinesische Gesundheitspolitik massiv beeinflusst. Auch in Deutschland gibt es Verdachtsmomente, dass Lobbyisten sich zu sehr einmischen.
Die Implant-Files haben das Vertrauen in Ärzte und Endoprothesen deutlich geschmälert. Kliniken wollen den angekratzten Ruf mit Fast-Track-Strategien verbessern: Patienten sollen am Tag ihrer Hüft-OP schon wieder auf eigenen Füßen stehen. Kann das funktionieren?
Es ist leicht, sich zu beschweren. Immer wieder begegnen uns dieselben alltäglichen Probleme. Aber meckern kann jeder. Wie wär’s stattdessen also mit konkreten Vorschlägen? Was ich mir von Patienten wünsche: Meine persönliche Top Ten.
Es war ein dringender Anruf am Morgen bei uns in der Praxis. Neben den vielen Grippen, Durchfällen und Scharlachen tatsächlich mal etwas anderes. Der Junge, vierzehn Jahre alt, wird vorgestellt mit „Tumor am Bauch“. Ich lese das im Terminkalender und bekomme einen Kloß im Hals.
Seit Dieter Köhlers „Schadstoff-Lüge“ gewinnt jede neue Publikation zum Thema Abgase besonders viel Aufmerksamkeit. US-Forscher zeigen jetzt, dass steigende Ozon- und Feinstaubwerte mit mehr Akutbehandlungen in der Notaufnahme assoziiert sind.
Die Herstellung von künstlichem Blut ist kaum möglich. Bisher. Nun ist Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover ein Durchbruch gelungen. Sie stellen unterschiedliche, reife Blutzellen her. Und je nach Bedarf lassen sich die Blutzellen ernten.
Lang- und Mittagsschläfer haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Tod, Herzinfarkt und Schlaganfall. So das Ergebnis einer epidemiologischen Studie. Ist da was dran? Oder wurden Ursache und Wirkung vertauscht?
In der Darmkrebsprävention spielt das angeborene Immunsystem eine wichtige Rolle. So konnten Forscher zeigen, dass die Zellen des Immunsystems wie eine Art Sensor erbgutschädigende Umweltfaktoren erkennen können.
Ciprofloxacin und andere Fluorchinolone stehen in der Kritik. Sie sollen Sehnen-, Gefäß- und Augenschäden hervorrufen. Viele Ärzte halten dennoch an alten Gewohnheiten fest: Trotz behördlicher Warnhinweise verschreiben sie die Antibiotika selbst bei banalen Infektionen.
Wer sich als Forschender auf ein Stipendium bewirbt, muss sich oft einem langwierigen Peer-Review-Verfahren stellen. Kritiker sagen: Die Methode ist nicht besser als eine zufällige Auswahl. Sollten Stipendien per Losverfahren vergeben werden?
Forscher beißen sich an Alzheimer-Therapien buchstäblich die Zähne aus. Eine heiße Spur kommt aus der Zahnmedizin. Parodontitis ist neben anderen Faktoren ein möglicher Auslöser. Hemmstoffe sollen bakterielle Proteine schachmatt setzen.
Wie riskant ist die MRT-Untersuchung für Menschen mit Tätowierungen? Schließlich enthalten einige Tattoo-Farben magnetische Pigmente, die vom Magnetfeld im MRT angezogen werden können. Jetzt gibt es erstmals eine Studie zum Thema.
Der Einsatz von LSD in der Psychotherapie kommt, glauben manche. Immer mehr Forscher sehen in der Droge Potenzial für die Behandlung von Ängsten oder Depressionen. Ist eine Zulassung von LSD als Arzneimittel denkbar?
Für alle Neueinsteiger und jene, die ihr Gedächtnis auffrischen wollen: In unserem HowTo-Video zeigen wir dir, wie man eine Schilddrüsensonographie durchführt. Dabei siehst du, wie man das Schilddrüsenvolumen misst und wie echonormales Gewebe aussieht.
Ein US-Versicherer bringt zusammen mit Apple eine neue Gesundheits-App heraus. Sie sammelt nicht nur Daten zu Kalorienverbrauch und zurückgelegten Schritten. Für personalisierte Gesundheitsempfehlungen blickt sie sogar in die Krankenakte des Nutzers.

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Höhergradige Gliome haben nach wie vor keine gute Prognose. Zwei wegweisende klinische Studien mit unterschiedlichen, innovativen immunologischen Therapiekonzepten wurden kürzlich in hochrangigen Fachzeitschriften publiziert. So wurden in der Neuroonkologie der Universität Heidelberg und Mannheim erstmals über 30 erwachsene Patienten mit einem mutationsspezifischen „Krebsimpfstoff“ behandelt [1] und in den USA zeigte eine „onkolytische Virotherapie“ erste Erfolge bei Kindern mit hochmalignen Gliomen [2].
Ohne Gerüstbau keine Hirnentwicklung: Fallen in Nervenzellen diejenigen Proteine aus, die den Aufbau des Zellskeletts steuern, so kommt es zu Schäden im wachsenden Hirn. Das hat eine Forschungsgruppe aus den Lebenswissenschaften herausgefunden, indem es ein Protein untersuchte, das die Nervenzellen bei ihrer Verschaltung leitet. Das Team um den Neurobiologen Professor Dr. Marco Rust von der Philipps-Universität Marburg berichtet im Fachblatt „Progress in Neurobiology“ über seine Ergebnisse.
Ein Forscherteam der Universitätskliniken Tübingen und Erlangen-Nürnberg ist mit einem vielversprechenden Ansatz einer Therapieoption für COVID-19 auf der Spur. Das aus dem tropischen Cinchona-Baum gewonnene Alkaloid Chinin stellte sich als antiviral wirksame Substanz in verschiedenen menschlichen Zellkultursystemen heraus. Da chininhaltige Präparate bereits seit langer Zeit auf dem Markt sind, könnten diese eine einfache und kostengünstige Behandlungsmöglichkeit darstellen.
Nach dem Erfolg des ersten DigiHealthDay (DHD) am European Campus Rottal-Inn (ECRI) im vergangenen Jahr, führt der Campus das internationale Symposium nun als jährliche Veranstaltung fort. Der DHD-2021 wird am 12. November virtuell stattfinden. Im Vorfeld wird eine Workshopreihe zu Themen rund um Digitale Gesundheit abgehalten, welche bereits kommende Woche, am 26. April, startet. Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Gentechnisch veränderte Tiere liefern wichtige Erkenntnisse über die molekularen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit. Die Forschung hat sich hauptsächlich auf gentechnisch veränderte Mäuse konzentriert, obwohl andere Spezies, wie Schweine, der menschlichen Physiologie ähnlicher sind. Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt Hühner und Schweine generiert, bei denen effizient Ziel-Gene in Wunschorganen verändert werden können.
Coronavirus-Forscherinnen und -Forscher um Prof. Rolf Hilgenfeld von der Universität zu Lübeck und Privatdozent Dr. Albrecht von Brunn von der Ludwigs-Maximilians-Universität München, beides Forscher am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), konnten einen Forschungserfolg im angesehenen "EMBO Journal" publizieren: Sie fanden heraus, wie SARS-Viren die Herstellung viraler Proteine in infizierten Zellen so anregen, dass viele neue Kopien des Virus gebildet werden können. Andere Coronaviren als SARS-CoV und SARS-CoV-2 verfügen nicht über diesen Mechanismus, so dass hier eine Erklärung für die ungleich höhere Pathogenität der SARS-Viren liegen könnte.
Prof. Dr. Dr. Thomas Thum hat neuen Wirkstoff erstmals an Patienten erfolgreich erprobt / Preis ist mit 50.000 Euro dotiert
Während die einen den Brexit vollziehen, steht mit Prof. Dr. Dr. h.c. Arnulf Stenzl ein überzeugter Europäer an der Spitze der deutschen Urologie. Der amtierende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) hat sich seit Jahren der internationalen Zusammenarbeit in der Urologie verschrieben, ist, neben seinem Engagement in der deutschen Fachgesellschaft, Adjunct Secretary Science der European Association of Urology (EAU) und Mitglied des Leitungsgremiums der European Cancer Organisation (ECO).
Am 19. April 2021 erhielt Prof. Dr. Dr. med. Thomas Thum, Kardiologe an der Medizinischen Hochschule Hannover und Direktor des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover, den Paul-Martini-Preis für die Konzeption und erste Erprobung einer neuen Therapieform der Herzschwäche – auch Herzinsuffizienz genannt. Der Preis wird jährlich von der Paul-Martini-Stiftung, Berlin, für herausragende Leistungen in der klinisch-therapeutischen Arzneimittelforschung verliehen. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.
Für bessere Heilungschancen kranker Menschen sind weiterhin Innovationen notwendig Damit Menschen mit Erkrankungen am Stütz- und Bewegungsapparat in Zukunft noch besser versorgt werden, ist Innovation in der Orthopädie und Unfallchirurgie unentbehrlich. Denn Innovation bedeutet ständig verbesserte medizinische Systeme sowie fortschrittliche medizinische Produkte, Diagnosewerkzeuge und Behandlungsmethoden. Darüber berichten Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Medizintechnikkongresses MedtecSUMMIT.
Am Montag, 12. April trafen sich rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer virtuell zum Interreg-Workshop „Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung“ und erzielten an diesem Tag einen sehr guten Erfolg, der künftig in Forschungsarbeiten im Bereich der grenzüberschreitenden Digitalen Gesundheit beitragen wird.
Bereits der erste Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 hat das Wohlbefinden sowie das Verhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflusst. Das ergaben zwei Befragungen, initiiert von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Leipzig, in rund 700 Familien aus der Region. Die Ergebnisse sind kürzlich in den Fachzeitschriften „Journal of Consulting and Clinical Psychology“ und „Plos One“ veröffentlicht worden.
Das Thema Fortpflanzungsmedizin wirft viele ethische und rechtliche Fragen auf. Angesichts der Entwicklungen in Medizin und Forschung sowie der Vielfalt heutiger Familienformen stellt sich die Frage, ob die gesetzlichen Regelungen aus dem Embryonenschutzgesetz von 1990 noch zeitgemäß sind. Deswegen veranstalten die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Konferenz, um über den wissenschaftlichen Fortschritt und gesellschaftlichen Wandel in der Fortpflanzungsmedizin sowie den künftigen Regulierungsbedarf zu diskutieren.
Eine durchgemachte Infektion mit SARS-CoV-2 könnte nur unvollständigen Schutz gegen SARS-CoV-2-Varianten aus Nerzen bieten
In den nächsten Jahren entstehen in Deutschland zwei neue Großforschungszentren. Für die Konzepte der zukunftsträchtigen Projekte dürfen sich bis Ende April herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler themenoffenen bewerben. Ausgewählt und begleitet werden diese Themen von einer Perspektivkommission, in die der Plasmamedizin-Pionier und Coldplasmatech-Gründer Dr. Carsten Mahrenholz nun berufen wurde.
Personen, die durch die Corona-Pandemie starke finanzielle Einbußen erfahren, zeigen eine signifikant geringere Risikobereitschaft. Dieser Zusammenhang ist bei Haushalten mit geringem Einkommen besonders stark ausgeprägt. Andere Persönlichkeitsmerkmale wie Geduld und Kontrollüberzeugung hingegen ändern sich nach wirtschaftlichen Verlusten nicht. Das belegt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des ZEW Mannheim.
Die Gerda Henkel Stiftung stellt 4,4 Millionen Euro für knapp 60 neue Forschungsvorhaben zur Verfügung. Die Stiftungsgremien nahmen in ihrer Frühjahrssitzung Projekte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 27 Ländern in die Förderung auf. Bewilligt wurde in den Geschichtswissenschaften „Sicherheit als Siebter Sinn“, eine Untersuchung zur Verkehrserziehung in (West-)Deutschland. Forschungen zu den Folgen der Corona-Pandemie und zur Prävention zukünftiger Epidemien finden im Förderschwerpunkt „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“ der Stiftung Unterstützung.
Forscherinnen und Forscher der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und des Institute of Molecular Biology of Barcelona haben herausgefunden, wie das das Blutplasmaprotein Fetuin-B an das Enzym Meprin-β bindet, und ihre Erkenntnisse mit einem Computermodell visualisiert. Diese Ergebnisse könnten zur Entwicklung von Medikamenten gegen schwere Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs führen.
Eine neue Studie der Universitäten Kapstadt und Bonn zeigt, dass Parasiten die Immunantwort in der Vagina beeinträchtigen können.
Die Robert Bosch Stiftung sucht zusammen mit der Health Foundation und der Careum Stiftung Führungspersönlichkeiten aus dem Gesundheitsbereich für den fünften Jahrgang des Netzwerks SCIANA. Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen des Gesundheitssystems im Rahmen des Themenschwerpunkts: „Leadership for health in a post-pandemic world“. Angesprochen sind gesundheitspolitische Entscheidungsträger, Personen aus der medizinischen Praxis und dem akademischen Umfeld, Medienschaffende, gewählte Vertreter von Patienten- und Berufsverbänden sowie andere Führungskräfte des öffentlichen Sektors und der Wirtschaft aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz.
Das Programm INTERACT der Würzburger Universitätsmedizin will die Forschungsmöglichkeiten für Fachärztinnen und Fachärzte, die gleichzeitig auch Patienten betreuen, verbessern. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben in den kommenden fünf Jahren mit jährlich 1,5 Millionen Euro.
Vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der 51. DDG-Tagung ausgezeichnet Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG) hat auf ihrer 51. DDG-Tagung (14. bis 17. April 2021) vier Dermatologinnen und Dermatologen mit dem Oscar-Gans-Preis ausgezeichnet, der zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in der Dermatologie gehört. Er wird alle zwei Jahre von der DDG ausgeschrieben, um die experimentelle Dermatologie zu fördern und wird von dem Sponsor Galderma unterstützt. Der Hauptpreis geht an Prof. Dr. med. Jan Nicolay, Mannheim, für seine Arbeit zur Diagnostik und Therapie kutaner T-Zell-Lymphome. Drei weitere Forscherinnen und Forscher erhielten Förderpreise.
Immunzellen, die außerhalb des Körpers mit therapeutisch wichtigen Genen ausgestattet werden, gelten als vielversprechender neuer Behandlungsansatz in der Onkologie. Doch die bisherigen auf Viren basierenden Herstellungsverfahren sind teuer und zeitaufwändig. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben eine neuartige, nicht auf Viren basierende Genfähre entwickelt, um therapeutische Gene in Immunzellen einzuschleusen. Mit dieser Genfähre ausgestattete therapeutische T-Zellen konnten am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg Krebs effizienter bekämpfen als mit der herkömmlichen Methode hergestellte Zelltherapien.
Gemeinsame Pressemitteilung der Charité und der PTB Das Gehirn verarbeitet Informationen über langsame und schnelle Hirnströme. Um Letztere zu untersuchen, mussten bisher allerdings Elektroden in das Gehirn eingeführt werden. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Institut Berlin, haben diese schnellen Hirnsignale jetzt erstmals von außen sichtbar gemacht – und eine erstaunliche Variabilität festgestellt. Wie das Team in der Fachzeitschrift PNAS* berichtet, verwendete es dazu einen besonders empfindlichen Magnet-Enzephalographen.
Regensburg, 15.04.2021: Die DG PARO-Jahrestagung geht online! In diesem Jahr wird es besonders spannend. Mit der DG PARO-Jahrestagung 2021 wird die neue Leitlinie der DG PARO präsentiert. Die Tagungspräsidenten Dr. Christina Tietmann und Prof. Dr. Henrik Dommisch laden herzlich zum Thema „PARODONTOLOGIE – Wissenschaft für die Praxis: Aktuelle Leitlinien umgesetzt in die tägliche Praxis“ ein. Aufgrund der aktuellen Pandemielage haben wir ein hochwertiges Online-Programm geplant. Die diesjährige DG PARO-Jahrestagung wird am 4. und 5. Juni 2021 als Online-Kongress stattfinden und kann bequem von zu Hause aus verfolgt werden.
Der Preis für exzellente Lehre in der Hochschulmedizin 2021 geht an Caroline Klingner (Jena) und an Privatdozent Jobst-Hendrik Schultz (Heidelberg). Der Stifterverband und der MFT Medizinische Fakultätentag vergeben den mit 30.000 Euro dotierten Ars legendi-Fakultätenpreis Medizin zu gleichen Teilen an zwei hochmotivierte, engagierte Hochschullehrer, die an verschiedenen Stationen ihrer Karrierewege maßgeblich dazu beitragen, die Qualität der Lehre als wesentliches Exzellenzkriterium zu verstetigen.
Dr. Alexander Wilhelm folgt am 15. Mai 2021 als Geschäftsführer des Landeskrankenhauses in Andernach auf Dr. Gerald Gaß, der zur Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) nach Berlin gewechselt ist.
Experten machen auf die angespannte Lage auf Intensivstation aufmerksam und die damit verbundene Notwendigkeit, die Intensivstation-Neuaufnahmen als Orientierungswert für die Pandemie-Bewertung zu berücksichtigen.
Carsten Schock wird im KRH Klinikum Region Hannover die neu geschaffene Position des Unternehmensentwicklers Pflege übernehmen. Derzeit ist er noch als Pflegedirektor in der Paracelsus Klinik in Langenhagen tätig.
Die Stadt Köln hatte bereits 2019 beschlossen, einen Verbund der Kliniken der Stadt Köln und der Uniklinik zu verhandeln. Nun haben die Beteiligten ein Konzept für den Klinikverbund vorgelegt.
Seit Montag steht fest, dass die Grünen Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin ins Rennen schicken. Ihre Chancen stehen sehr gut. Niemals zuvor hat eine Grüne eine deutsche Bundesregierung angeführt. Womit müssen Patienten, Leistungserbringer, Arzneimittelhersteller und Co. rechnen, sollte sie Kanzlerin werden?
Haben Sie schon einmal versucht, einer Konversation auf Plattdüütsch zu folgen oder mussten sich im Schwabenländle verständigen? Angeblich soll beides mit der deutschen Sprache zusammenhängen. Verstehen kann ich jedoch weder die einen noch die anderen. Und genau das droht uns mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen, wenn wir keine einheitlichen Standards setzen. Wir brauchen Hochdeutsch!
Die Ruppiner Kliniken (RK) und Dr. Matthias Voth gehen seit Mitte April 2021 getrennte Wege. Voth legte seine Ämter als Geschäftsführer der Pro Klinik Holding (PKH) und als Ärztlicher Direktor der RK nieder.
Mit Digitalisierung will das Verbundprojekt „Lean medical data: the right data at the right time“ (LeMeDaRT) der Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum stärken und sektoren-übergreifend gestalten.
Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) kritisiert verschärfte Datenschutzregelungen mit Blick auf die Schwerverletztenversorgung. Sie erschwerten die Qualitätssicherung und die wichtige Registerforschung.
Zum 1. April 2021 hat Rainer Zugehör die Position als Vorstand der Elblandkliniken angetreten. Er folgt auf Frank Ohi, der als Kaufmännischer Vorstand an das Universitätsklinikum Dresden gewechselt hat.
Die Universitätsmedizin Halle bekommt ein neues Bettenhaus. Das Land Sachsen-Anhalt stellt für den Bau von «Haus 20» 50 Millionen Euro zur Verfügung.
Zum 1. Juli 2021 übernimmt Susanne Lenz die pflegerische Leitung an den beiden Klinikum Region Hannover (KRH) Standorten in Lehrte und Großburgwedel.
In IT-Systemen schlummern wahre Datenschätze. Nur wer die im KIS, RIS, LIS oder ERP gespeicherten Daten erschließt, kann die daraus gewonnenen Informationen gezielt zur Entscheidungsunterstützung, Unternehmenssteuerung oder Prozessoptimierung nutzen.
Mit der Einführung einer Abteilung für Digitale Gesundheit treibt die Median Klinikgruppe die Digitalisierung in der Rehabilitation voran. Der Digital-Health-Experte Dr. Filippo Martino leitet den neuen Bereich.
Mit einem Letter of Intent erklären die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ihre Kooperation bei der Digitalisierung des Krankenhaus-Entlassbriefes.
Zum 19. April 2021 tritt Monika Röther an der Frankenthaler Stadtklinik als neue Kaufmännische Direktorin ihren Dienst an. Sie wechselt vom Klinikum Ingolstadt, bei dem sie zum 31. März aus eigenem Wunsch ausschied.
Norman Westphal wird zum 1. Juli 2021 Geschäftsführer des Agaplesion Bethesda Krankenhauses Wuppertal. Zuvor leitete Westphal die Asklepios Paulinen Klinik.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat in einem Positionspapier für die nächste Legislaturperiode des Bundestags Reformbausteine formuliert. Ziel ist eine wohnortnahe, moderne medizinische und pflegerische Versorgung.
Bei einem Medizintechnikprojekt der Universität Magdeburg wird ein Therapieassistenz-Computertomograf entwickelt, der für minimal-invasive Tumoroperationen eingesetzt werden kann.
Der Corona-Ausbruch am Krankenhaus Friedberg hat möglicherweise mehr Todesopfer gefordert als bisher angenommen. Im Februar ging man von sieben Verstorbenen aus, neuen Berichten zufolge sind es 15 Tote.
Walter Märzendorfer wird Vorstandsvorsitzender bei Medical Valley. Er folgt auf Prof. Erich R. Reinhardt, der nach 13 Jahren als Vorsitzender nicht mehr zur Wiederwahl antrat.
Nina Strasser und Marcus Harig sind seit dem 1.4.2021 Geschäftsführer der Asklepios Klinik Schaufling GmbH. Zuvor war Harig Klinikmanager des Hauses und Strasser allein als Verwaltungs- und Einrichtungsleiterin des Gesundheitszentrums Aidenbach tätig.
Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam ist als einziges kommunales Krankenhaus Teil des Projektes „Next Generation Hospital“. Zentrales Anliegen ist die Modernisierung und Digitalisierung der Krankenhauslandschaft.
Torsten Deggendorfer hat zum 16. April 2021 die Position des Kaufmännischen Direktors im Mediclin Reha-Zentrum Roter Hügel übernommen. Zuletzt war Deggendorfer Kaufmännischer Leiter bei Median.
Zentral für eine gute Gesundheitsversorgung ist die Sicherheit von Patientinnen und Patienten. Für ihre Belange setzt sich Dr. Ruth Hecker, Chief Patient Safety Officer (CPSO) am Universitätsklinikum Essen und Vorsitzende im Aktionsbündnis Patientensicherheit (ASP), ein.
An der Doppelspitze der Oberschwabenklinik (OSK) kommt es erneut zu Veränderungen: Geschäftsführerin Petra Hohmann hat das Haus nach kurzer Zeit wieder verlassen.
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich für das Krankenhausinformationssystem (KIS) der CompuGroup Medical (CGM) entschieden. Das Projekt beginnt im Mai 2021 und soll in vier Jahren abgeschlossen sein.
Jüngst sicherte sich Siemens Healthineers mit einer zweiten Kapitalerhöhung frisches Geld zur Finanzierung der Varian-Übernahme. Gerüchten zufolge will die Siemens-Tochter nun ihr Ultraschall-Geschäft veräußern.
Ab 1. Mai 2021 übernimmt Antonia Schenk Gräfin von Stauffenberg die Geschäftsführung der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden. Sie folgt auf Norman Westphal.
Damit Patient*innen auf dem Land künftig genug Kliniken zur Verfügung stehen, müsse sich die Krankenhausfinanzierung stärker darauf konzentrieren, was gebraucht werde, sagte die Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

 

 

 

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält die sogenannte „Corona-Notbremse“ grundsätzlich für richtig, um eine Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. „Ob es tatsächlich gelingt, die dritte Infektionswelle zu brechen, bleibt aber abzuwarten“, sagte er in einem Interview mit SWR Aktuell (21.04.2021). Kontaktreduzierungen könnten jedoch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten. Dabei gehe es vor allem darum, dass sich die Menschen daran halten, nicht in geschlossenen Räumen zusammenzukommen. Infektionsübertragungen im Freien seien selten.

Schulen erst bei einem höheren Schwellenwert – im Vergleich zu anderen Corona-Schutzmaßnahmen – zu schließen, sei „richtig und angemessen“, sagte Reinhardt bei der Vorab-Pressekonferenz zum Deutschen Ärztetag (20.04.2021) in Berlin. Das sei wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Wo noch nicht für Schutzmaßnahmen wie Lüftungsanlagen gesorgt worden sei, müsse dies endlich umgesetzt werden.

 

 

 

 

Berlin – Am 4. und 5. Mai 2021 findet der 124. Deutsche Ärztetag als Online-Veranstaltung statt. Obgleich virtuell, handelt es sich dabei um die erste große Zusammenkunft der verfassten Ärzteschaft seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Nach der Eröffnung des Ärztetages mit einem Grußwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel und unter Beteiligung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn werden sich die Abgeordneten in den Plenumssitzungen aktuellen gesundheits- und berufspolitischen Themen widmen. Insbesondere werden sie Erfahrungen aus der Corona-Pandemie austauschen und anhand dieser Kriterien und Reformvorschläge für ein krisen- und zukunftsfestes Gesundheitssystem in Deutschland beraten.

Jenseits der Corona-Pandemie wird sich der Ärztetag die Zeit nehmen, die Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Februar 2020 zum assistierten Suizid zu erörtern. In einem weiteren Tagesordnungspunkt werden die Abgeordneten über wichtige Änderungen der (Muster-)Weiter-bildungsordnung für Ärztinnen und Ärzte diskutieren.

Interessierte Journalistinnen und Journalisten können den 124. Deutschen Ärztetag sowie die Pressekonferenzen per Livestream verfolgen. Eine Einladung mit technischen Hinweisen wird in Kürze versandt. Eine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich. Ausnahmen sind ausschließlich nach vorheriger Absprache für Berichterstatterinnen und Berichterstatter von Rundfunk und Fernsehen möglich, um Interviews mit Vorstandsmitgliedern der Bundesärztekammer am Tagungsort (Estrel Hotel Berlin) zu führen.

 

 

 

 

Berlin - Für Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sind bundeseinheitliche Regeln für eine Corona-Notbremse „längst überfällig“. Allerdings sollten neben dem Inzidenzwert noch weitere Kriterien herangezogen werden, um diese Notbremse zu aktivieren, betonte er gegenüber der Rheinischen Post (20.04.2021).

„Der Inzidenzwert allein sagt nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus, da Infektionen häufig ohne oder mit nur geringen Symptomen verlaufen.“ Hinzu komme die Dunkelziffer, die abhängig von der Art und Zahl der Tests, der Teststrategie und den Möglichkeiten zur Kontaktnachverfolgung variieren könne. Aus medizinischer Sicht müssten vielmehr weitere epidemiologische Daten berücksichtigt werden, bevor eine Entscheidung über eine Lockerung oder Verschärfung von Schutzmaßnahmen getroffen werden könne. Dazu zähle beispielsweise die Zahl der täglichen Neuaufnahmen von Corona-Intensivpatienten sowie die Anzahl intensivpflichtiger und invasiv beatmeter Patienten der letzten sieben Tage. Diese Zahlen vermittelten nicht nur ein aussagekräftigeres Bild des aktuellen Infektionsgeschehens.

„Auf Grundlage dieser Daten aus der intensivmedizinischen Versorgung ließe sich auch ein Prognoseindex über den erwartbaren Pandemieverlauf der kommenden Wochen erstellen. Statt immer nur zu reagieren, könnten wir dann rechtzeitig geeignete Eindämmungsmaßnahmen veranlassen. Je exakter und differenzierter diese Maßnahmen begründet werden, desto größer dürfte die Akzeptanz in der Bevölkerung ausfallen“, sagte BÄK-Präsident Reinhardt.

 

 

Berlin - Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Ärztekammer Berlin appellieren an die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, ab sofort alle Personen über 60 Jahren in den Impfzentren nur noch mit AstraZeneca zu impfen.

 

Berlin - Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Ärztekammer Berlin appellieren an die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, ab sofort alle Personen über 60 Jahren in den Impfzentren nur noch mit AstraZeneca zu impfen.

„Die Wahlfreiheit in Berlins Impfzentren muss beendet werden. Nur so können die Menschen unter 60 Jahren, die zum Beispiel aufgrund ihrer schweren Vorerkrankungen eine dringende Impfung benötigen, schneller berücksichtigt werden. Denn sie dürfen aktuell nur mit Biontech und Moderna geimpft werden“, heißt es seitens der beiden ärztlichen Standesvertretungen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt dies ausdrücklich. Daran sollte sich auch der Berliner Senat orientieren.

Der Appell von KV Berlin und Ärztekammer Berlin richtet sich aber auch an die älteren Menschen. „Wir möchten alle Berlinerinnen und Berliner über 60 Jahren dringend darum bitten, sich mit dem Impfstoff AstraZeneca impfen zu lassen. Bitte vertrauen Sie der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, dass dieser Impfstoff unbedenklich bei allen Personen über 60 Jahren geimpft werden kann“, heißt es auch mit Blick auf den Solidaritätsgedanken.

Es war wichtig und richtig, in den vergangenen Monaten die alten und älteren Menschen als erstes zu impfen. Sie hatten den Schutz aufgrund der hohen Sterblichkeit in dieser Altersgruppe am Nötigsten. Auch weiterhin sollen die älteren Berlinerinnen und Berliner prioritär geimpft werden. Aber um die Impfung der Bevölkerung weiter stetig voranzutreiben, soll dabei auf den Impfstoff von AstraZeneca zurückgegriffen werden. So können alle dabei helfen, die Durchimpfung der Berliner Bevölkerung voranzutreiben. Alle verfügbaren und zugelassenen Impfstoffe sollten so zügig und adäquat wie möglich verimpft werden.

www.aerztekammer-berlin.de

 

 

 

 

Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt das Vorhaben der Bundesregierung, eine bundesweit einheitliche Grundlage für Corona-Eindämmungsmaßnahmen in Deutschland zu schaffen. Ziel müsse es sein, die Intensivstationen in den Krankenhäusern schnellstmöglich zu entlasten und weitere Todesfälle unbedingt zu verhindern, betont die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf eines Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite.  

Kritisch sieht die Bundesärztekammer jedoch, die 7-Tages-Inzidenz als alleiniges Kriterium für die Aktivierung der sogenannten Notbremse heranzuziehen. „So sagt die Anzahl der SARS-CoV-2-Neuinfektionen nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus, da ein großer Teil der Getesteten oligo- oder asymptomatisch ist. Ferner existiert nach wie vor eine erhebliche Dunkelziffer, welche unter anderem je nach der Zahl und Art der Tests, der Teststrategie und der Fähigkeit der Kontaktnachverfolgung variiert“, heißt es in der Stellungnahme. Aus Sicht der Bundesärztekammer sei der Inzidenzwert ein „zu grobes Maß“ für politische Entscheidungen – insbesondere, wenn diese erhebliche Konsequenzen für alle Bürgerinnen und Bürger bedeuten.

Die BÄK fordert deshalb, weitere wichtige Kennzahlen bei Entscheidungen über Eindämmungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Dazu gehörten etwa die Anzahl intensivpflichtiger Covid-19-Patienten der vergangenen 7 Tage sowie insbesondere auch die Zahl invasiv zu beatmender intensivpflichtiger Covid-19-Patienten der vergangenen 7 Tage. Auch die Anzahl der täglichen Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten auf Intensivstationen müsse einbezogen werden. Die epidemiologischen Daten seien über das DIVI-Intensivregister verfügbar.

Zusätzlich regt die BÄK den Ausbau der Surveillance an, um Erkrankungen sowie Todesfälle in Deutschland systematisch und kontinuierlich zu überwachen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse könnten die Politik künftig bei der Planung und Evaluation von Maßnahmen besser unterstützen.

Stellungnahme der Bundesärztekammer zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und der SPD Entwurf eines Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite

 

 

 

 

Berlin - Die geplante bundesweite Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie hält Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt grundsätzlich für richtig. „Das meiste davon ist sinnvoll und leider unerlässlich“, sagte er in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ (16.04.2021). Die Politik müsse aber den Menschen klar und verständlich sagen, welche Risiken die aktuelle Infektionslage berge und warum eine bundesweite Notbremse nötig sei. „Es reicht nicht, einfach nur Gesetze zu beschließen, man muss den Bürgerinnen und Bürgern auch die Gründe für die Entscheidungen darlegen“, so Reinhardt.

Die Belastungsgrenze der Krankenhäuser sei aus seiner Sicht zwar noch nicht überschritten, aber viele Kliniken seien kurz davor. Das gelte sowohl für die normalen Stationen, besonders aber für die Intensivabteilungen. „Insgesamt bedeutet das für die Krankenhäuser, dass man wieder mehr und mehr andere Eingriffe und Behandlungen zurückfahren muss, um Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen“, so Reinhardt.

Die mit der derzeit geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorgesehenen Ausgangssperren empfiehlt Reinhardt in dieser Form noch einmal zu überdenken. Spaziergänge im Freien oder auch Sport im Park seien jedenfalls keine Infektionstreiber.

Die geplante Schulregelung hält der BÄK-Präsident für vertretbar. Die Inzidenzzahlen seien „vor allem politisch gesetzt, das heißt, sie sind nicht wissenschaftlich hergeleitet“, sagte Reinhardt. Mit dieser Zahl 200 für Schulschließungen werde im Grunde die Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs höhere Risiken hinzunehmen – insbesondere wegen der dramatischen Folgen von geschlossenen Bildungseinrichtungen für die Kinder und Jugendlichen.

 

 

Berlin - Die Ärztekammer Berlin beschließt eine Resolution gegen die zunehmende Kommerzialisierung in der medizinischen Versorgung. Sie bekräftigt damit ihre Forderung nach einem konsequent patientenorientierten Gesundheitswesen und formuliert Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.

 

Berlin - Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin hat am gestrigen Abend die Resolution „Freie Berufsausübung in Zeiten der Kommerzialisierung – Forderungen der Ärztekammer Berlin für ein patientenorientiertes Gesundheitswesen“ einstimmig beschlossen. Der Ausschuss Versorgung der Ärztekammer Berlin, in dem sowohl der ambulante als auch der stationäre Bereich vertreten sind, wurde im letzten Jahr von der Delegiertenversammlung mit der Überarbeitung und Aktualisierung der Resolution beauftragt, da die Missstände im Gesundheitswesen aktueller denn je sind.

Dr. med. Thomas Werner (Marburger Bund), Vorsitzender des Unterausschusses Stationäre Versorgung der Ärztekammer Berlin, hebt hervor: „Die COVID-19-Pandemie hat die eklatanten Schwächen des Gesundheitswesens in seiner derzeitigen Form öffentlich sichtbar gemacht. Nicht nur der Personalmangel in den Krankenhäusern und im Öffentlichen Gesundheitsdienst wiegen schwer, sondern durch die weiter fortschreitende Kommerzialisierung geraten Ärztinnen und Ärzte im stationären wie ambulanten Bereich zunehmend in ein Spannungsfeld zwischen ihrem Berufsethos und kommerziellen Zwängen. Dem muss entschieden entgegengetreten werden. So erheben wir seit Jahren die Forderung, dass das Fallpauschalensystem dringend grundlegend reformiert werden muss. Das Wohl der Patientinnen und Patienten muss der zentrale Maßstab ärztlichen Handelns bleiben.“

Dr. med. Klaus-Peter Spies (ALLIANZ BERLINER ÄRZTE – MEDI-Berlin), Vorsitzender des Unterausschusses Ambulante Versorgung der Ärztekammer Berlin, ergänzt: „Die freie ärztliche Berufsausübung in allen Feldern ärztlicher Arbeit ist nicht verhandelbar. Sie muss ausdrücklich von der Politik anerkannt und gefördert werden. Die Ärztekammer Berlin wird auf diesen Umstand beharrlich hinweisen und dazu weitere Initiativen ergreifen.“

Die Resolution „Freie Berufsausübung in Zeiten der Kommerzialisierung – Forderungen der Ärztekammer Berlin für ein patientenorientiertes Gesundheitswesen“ finden Sie unter folgendem Link.

www.aerztekammer-berlin.de

 

 

Münster - Ende der Priorisierung, Abbau des Impfbürokratismus, Einbeziehung aller Ärztinnen und Ärzte sowie der Krankenhäuser – das sind die Kernpunkte eines einstimmigen Beschlusses des Kammervorstandes der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), um das Tempo der Impfkampagne drastisch zu erhöhen. Nach Ansicht des ÄKWL-Vorstandes sollen dafür die Pläne für die Corona-Impfungen angepasst und bei den Impfungen neue Schwerpunkte bei jungen Menschen gesetzt werden.

 

Münster - Ende der Priorisierung, Abbau des Impfbürokratismus, Einbeziehung aller Ärztinnen und Ärzte sowie der Krankenhäuser – das sind die Kernpunkte eines einstimmigen Beschlusses des Kammervorstandes der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), um das Tempo der Impfkampagne drastisch zu erhöhen. Nach Ansicht des ÄKWL-Vorstandes sollen dafür die Pläne für die Corona-Impfungen angepasst und bei den Impfungen neue Schwerpunkte bei jungen Menschen gesetzt werden. „Bis Ende Juni kommt deutlich mehr Impfstoff. Dann könnte ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger die erste Impfdosis erhalten. Doch damit die für das laufende Quartal angekündigten 70 Millionen Impfdosen auch wirklich rasch in die Arme der Menschen kommen, brauchen wir eine gute Planung und bessere Voraussetzungen als bisher“, unterstreicht Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Planungssicherheit sei unerlässlich für eine rasche Impfung vieler Menschen.

Es müsse nun „Freiwilligkeit statt Priorisierung und Freiraum vor Ort“ gelten, so Gehle. Die Ärztinnen und Ärzte könnten in den Praxen entscheiden, welche ihrer Patientinnen und Patienten wann geimpft werden sollen. Dazu sollte das Bundesgesundheitsministerium schnell die Coronavirus-Impfverordnung anpassen. Auch der Bürokratie sagt der Kammerpräsident den Kampf an: „Fünf Zettel und vier Unterschriften für eine Impfung sind der Wahnsinn.“ Auf das Vorhalten der zweiten Impfdosis sollte zukünftig verzichtet werden, „da im dritten Quartal genug Impfstoff kommen wird, sollen jetzt so viele Menschen wie möglich so schnell wie möglich ihre erste Dosis erhalten“.

Um die Impffortschritte zu beschleunigen, müssen laut Vorstandbeschluss zudem weitere Kapazitäten genutzt werden, fordert die Ärztekammer: Alle Arztpraxen – sowohl Vertragsärzte als auch Privatärzte – müssen künftig Corona-Impfungen durchführen dürfen. Impfzentren müssen sowohl personell als auch materiell so aufgestellt sein, dass sie große Zahlen von Impfwilligen versorgen und gegebenenfalls auch mobile Impfteams in Schulen und Betriebe entsenden können. Ausreichende Impfstofflieferungen vorausgesetzt, so der Ärztekammer-Vorstand, würde auch das Impfen durch Betriebsärzte die dringend notwendige Durchimpfung der Bevölkerung beschleunigen. Zudem müssen sich künftig auch Krankenhäuser an den Impfungen beteiligen können: „Die technischen Voraussetzungen dafür sind gegeben, die Kliniken sind unmittelbar in die Impfungen einzubeziehen“, erläutert Ärztekammerpräsident Dr. Gehle.

Sobald genügend Impfstoff verfügbar ist, müsse zudem so schnell wie möglich mit dem Impfen von Jugendlichen über 16 Jahren und jungen Erwachsenen begonnen werden, denn durch die Virusvarianten komme es gerade in dieser Altersgruppe zu Ansteckungen. „Impfungen können hier die Infektionsketten unterbrechen. Davon profitieren alle.“ Würden in den Schulen jeweils die Abschlussklassen und der darauffolgende Jahrgang geimpft, könnten die Schülerinnen und Schüler Ausbildung und Studium in Präsenz beginnen, da sie nach den Sommerferien bereits zweimal geimpft sein könnten.

„Schluss mit dem Fahren auf Sicht“, fasst Dr. Gehle die Forderungen der westfälisch-lippischen Ärzteschaft zusammen. „Wir erwarten verlässliche Aussagen der Politik zu den Lieferterminen der Impfdosen und die Aufstellung eines Impfplanes für die Bevölkerung.“ Die Ärztekammer Westfalen-Lippe sei bereit, sich an den entsprechenden Planungen zu beteiligen. Im Freiwilligenregister für das Land Nordrhein-Westfalen hätten neben vielen anderen Angehörigen von Gesundheitsberufen auch fast 9000 Ärztinnen und Ärzte ihre Bereitschaft zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Pandemie dokumentiert.

Der Beschluss des Vorstandes der ÄKWL unter dem Titel „Jetzt wird es ernst – 70 Millionen Impfdosen müssen bis Ende Juni in die Oberarme“ im Wortlaut:

Aufhebung der Priorisierung – bei 70 Millionen Impfdosen verhindert eine bürokratische Priorisierung die schnelle Verimpfung. Abbau des Impfbürokratismus – fünf Zettel und vier Unterschriften sind zu viel! Die Industrie muss ihre Lieferzusagen endlich einhalten und nicht erneut - wie erst Anfang April - weniger Impfdosen liefern als zugesagt. Die für das zweite Quartal zugesagten 70 Millionen Impfdosen müssen auch wirklich kommen. Alle Arztpraxen müssen an den Impfungen beteiligt werden - das gilt sowohl für alle Vertragsärzte als auch für Privatärzte. Die zugesagten Impfdosen müssen geliefert werden. Impfzentren müssen personell und materiell so aufgestellt werden, dass sie so viele Impfwillige wie vorhanden auch wirklich impfen können. Von dort müssen mobile Impfteams in Schulen und Betrieben entsandt werden können. Alle Krankenhäuser müssen sich an den Impfungen beteiligen können. Die technischen Voraussetzungen dafür sind gegeben. Sie sind unmittelbar in die Impfungen einzubeziehen. Wenn genügend Impfstoff kommt, hilft auch das Impfen durch Betriebsärzte in den Betrieben bei der jetzt dringend notwendigen schnellen Durchimpfung der Bevölkerung. Gerade das Impfen der Jugendlichen über 16 und jungen Erwachsenen in den Schulen sollte so schnell wie möglich beginnen, wenn genügend Impfstoff da ist – beginnend mit den letzten beiden Abschlussklassen 2021/2022, der Jahrgänge neun und zehn sowie der Abiturjahrgänge. Das Ziel ist, Infektionsketten zu unterbrechen. Dadurch könnten die Schüler Abschlussklassen, Ausbildung und Studium auch in Präsenz beginnen, da sie nach den Sommerferien bereits zweifach geimpft sein werden. Bei genügend Impfstoffen sollte über mobile Teams in den Schulen direkt vor Ort geimpft werden. Die Ärzte in Westfalen-Lippe fordern: Schluss mit dem Fahren auf Sicht! Wir erwarten verlässliche Aussagen der Politik zu den Lieferterminen der Impfdosen und die Aufstellung eines Impfplans für die Bevölkerung.

www.aekwl.de

 

 

 

 

Jena - Angesichts der dritten Corona-Welle und der Höchstwerte bei der Inzidenz (7-Tage pro 100 000 Einwohner) in unserem Bundesland ist Impfen neben der Einhaltung der Corona-Regeln – Abstand halten, Maske tragen, Lüften – das wichtigste Instrument zur Beherrschung der Pandemie. „Dass Thüringen im Ländervergleich bei den verabreichten Impfdosen mit an der Spitze liegt, ist eine gute Nachricht“, freut sich die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen.

 

Jena - Angesichts der dritten Corona-Welle und der Höchstwerte bei der Inzidenz (7-Tage pro 100 000 Einwohner) in unserem Bundesland ist Impfen neben der Einhaltung der Corona-Regeln – Abstand halten, Maske tragen, Lüften – das wichtigste Instrument zur Beherrschung der Pandemie. „Dass Thüringen im Ländervergleich bei den verabreichten Impfdosen mit an der Spitze liegt, ist eine gute Nachricht“, freut sich die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen. „Durch die Einbeziehung der Arztpraxen werden wir das Tempo mit Sicherheit noch steigern können. Wir müssen aber aufpassen, dass wir nicht durch Überbürokratisierung und zu starre Einhaltung von Vorgaben diesen Erfolg wieder gefährden.“

Aus Sicht der Landesärztekammer ist es gerade mit Blick auf den Impfstoff von AstraZeneca, der von der Ständigen Impfkommission für Personen ab 60 Jahren empfohlen wird und nun gleichfalls die Arztpraxen erreicht hat, sinnvoll, diesen nicht nur für die mittlerweile kleinere Gruppe der noch nicht geimpften älteren bzw. hochbetagten Patienten zu nutzen, sondern mittels Aufhebung der Priorisierung auch darüber hinaus an diejenigen zu verimpfen, die dazu bereit sind. Vorteil dabei ist, dass niemand so gut wie der Haus- bzw. Facharzt über mögliche Vorerkrankungen und Risiken des Patienten Bescheid weiß und folglich viel spezifischer die Aufklärung vornehmen kann. „Solange der Impfstoff extrem knapp war, war die Priorisierung beim Impfen und deren strikte Einhaltung absolut richtig und notwendig!“, so Ärztekammerpräsidentin Dr. Ellen Lundershausen. „Da die besonders schützenswerten Gruppen aber nun weitgehend geimpft worden sind, benötigen wir unbedingt mehr Tempo. Wir brauchen mehr Vertrauen in die Ärztinnen und Ärzte vor Ort, die aufgrund ihrer fachlichen Expertise genau wissen, wer als nächstes und womit nach entsprechender Aufklärung geimpft werden sollte! Und wir brauchen damit verbunden mehr Flexibilität, damit am Ende nicht noch Impfstoffe verfallen, weil gerade niemand von der vorgeschriebenen Gruppe verfügbar war. Flexibilität benötigen wir übrigens auch bei der Zahl der Impfdosen! Wenn es den hochqualifizieren Impfteams gelingt, die Zahl der Impfdosen bei der Entnahme zu erhöhen, dann sollten diese auch unbedingt genutzt werden. Wir sind an einem Punkt, an dem jeder Geimpfte zählt, und wir an diesem Ziel unser Handeln ausrichten müssen“, bekräftigt Ärztekammerpräsidentin Dr. Ellen Lundershausen ihre Aussagen.

www.laek-thueringen.de

 

 

Frankfurt - 2020 sind bei der Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer Hessen 858 Anträge wegen vermuteter Behandlungsfehler gestellt worden – gegenüber 872 Anträgen im Vorjahr. „Die weiterhin hohen Antragszahlen sind ein positives Zeichen“, sagt der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski.

 

Frankfurt - 2020 sind bei der Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer Hessen 858 Anträge wegen vermuteter Behandlungsfehler gestellt worden – gegenüber 872 Anträgen im Vorjahr. „Die weiterhin hohen Antragszahlen sind ein positives Zeichen“, sagt der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski. „Sie zeigen, dass Patientinnen und Patienten über ihre Rechte gut informiert sind – und dass die Arbeit der Gutachter- und Schlichtungsstelle viel Vertrauen genießt.“ Die Corona-Pandemie ist ohne negative Auswirkungen geblieben, weder auf die Zahl der Anträge noch auf die Bearbeitungsdauer bei der Gutachter- und Schlichtungsstelle.

Bei der gutachterlichen Überprüfung erwies sich nur ein Teil der Patientenvorwürfe als tatsächliche Behandlungsfehler: Im Jahr 2020 bejahte die Gutachter- und Schlichtungsstelle in 93 (21,4%) der 434 gutachterlich abschließend geprüften Verdachtsfälle Behandlungsfehler von Ärztinnen und Ärzten sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich (gegenüber 27,1% im Jahr 2019).

Die meisten Behandlungsfehlervorwürfe (Praxis und Krankenhaus) betrafen auch im Jahr 2020 die Fachgebiete Orthopädie, Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Handchirurgie und Neurochirurgie sowie Innere Medizin: So entfielen von den 434 gutachterlich geprüften Patientenvorwürfen 87 auf die Orthopädie, 70 auf die Unfallchirurgie, 40 auf die Allgemeinchirurgie, 22 auf die Innere Medizin, 17 auf die Handchirurgie und 16 auf die Neurochirurgie.

In 217 der 434 gutachterlich überprüften Verdachtsfälle ergingen Kommissionsentscheidungen. „Die Kommissionsverfahren erhöhen dank des zugrundeliegenden Mehraugenprinzips die Glaubwürdigkeit der eingeholten Gutachten.“ Im Kommissionsverfahren – einem zweitinstanzlichen Verfahren vergleichbar – wird das eingeholte Gutachten von mindestens zwei weiteren ärztlichen Sachverständigen und einem Juristen noch einmal überprüft.

„In der Medizin geht es jeden Tag um die Gesundheit und das Leben von Patienten. Da ist jeder Fehler ein Fehler zu viel“, betonte Pinkowski. „Dennoch lässt sich aus den gesunkenen Fallzahlen in Hessen eine hohe Qualität in Klinik und Praxis ablesen – und das trotz des Ausnahme-Coronajahres.“ Ärztinnen und Ärzte setzten sich engagiert für ihre Patienten und deren Sicherheit ein, so Pinkowski weiter. Patientensicherheit sei der Grundwert ärztlichen Handelns. Um diesem gerecht zu werden, habe die Ärzteschaft vielfältige Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Fehlerprävention entwickelt, die in Kliniken und Praxen längst zum Alltag gehörten.

An Arbeitgeber und Politik appellierte Pinkowski einmal mehr, das Gesundheitswesen nicht zum Spielball kommerzieller Zwänge zu machen, Ärztinnen und Ärzte von administrativen Tätigkeiten zu entlasten und auf die Einhaltung der Arbeitszeit zu pochen, um die Patientensicherheit zu erhöhen. „Speziell in diesen Pandemiezeiten sind die Kolleginnen und Kollegen in Kliniken und Praxen gefordert wie nie und auf jede denkbare Unterstützung angewiesen.“

Die organisatorisch bei der Landesärztekammer angesiedelte, unabhängige Gutachter- und Schlichtungsstelle wird von Juristen, ehemaligen Vorsitzenden Richtern des Bundes und der Länder, geleitet. Sie überprüft ärztliche Behandlungen auf behauptete Fehler in einem freiwilligen, für die Antragsteller kostenlosen Verfahren. Das Verfahren vor der Gutachterstelle soll zur Klärung von Streitigkeiten zwischen Patienten und Ärzten beitragen, die durch den Vorwurf eines Behandlungsfehlers entstanden sind.

www.laekh.de

 

In der Corona-Pandemie stellen Tierheime in Deutschland eine deutlich gestiegene Nachfrage fest – aber auch Bedrohungen und Bestechungsversuche. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sähen sich immer wieder Anfeindungen oder Bestechungsversuchen ausgesetzt, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der «Neuen Osnabrücker Zeitung» unter Berufung auf eine verbandsinterne Umfrage. Offensichtlich verbänden viele Menschen mit dem Tierheim-Besuch die Erwartung, sofort ein Tier …

Der Beitrag Tierwunsch in der Pandemie: Drohungen und Bestechungsversuche erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Am 21. April, nur einen Tag nach dem Welttag der Tierimpfung, der jährlich an die Bedeutung der Impfung von Tieren für die Gesundheit von Mensch und Tier erinnert, kommt die neue EU-Verordnung zur Bekämpfung übertragbarer Tierkrankheiten in allen EU-Mitgliedstaaten in Anwendung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz durch Impfstoffe. Die Tiergesundheitsindustrie unterstützt nachdrücklich, …

Der Beitrag Prävention von Tierkrankheiten in der EU: Impfung im Fokus erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Nach Monaten im Stall dürfen jetzt auch Hühner, Enten und Gänse im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wieder in die Sonne und an die frische Luft. Wie der Landkreis am Dienstag mitteilte, ist die generelle Stallpflicht wegen der Vogelgrippe nun aufgehoben. Das gelte auch für Risikogebiete mit verstärktem Vogelzug und für Betriebe mit mehr als 1000 Tieren, …

Der Beitrag Geflügelpest-Update: Frische Luft in MV – Seenplatte hebt Stallpflicht auf erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Seit Anfang April 2021 ist Dr. Mustapha Addali neuer Chefarzt der Klinik für Urologie am Kreisklinikum Siegen und übernimmt damit die Nachfolge von Dr. Johannes Spelz, der Anfang des Jahres in den Ruhestand gegangen ist. Prof. Dr. Martin Grond, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Neurologie, Landrat Andreas Müller und Geschäftsführer Ingo Fölsing haben …

Der Beitrag Neuer Chefarzt der Urologie am Kreisklinikum Siegen erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Ein Team von ForscherInnen der Universitätskliniken Tübingen und Erlangen-Nürnberg ist mit einem vielversprechenden Ansatz einer Therapieoption für COVID-19 auf der Spur. Das aus dem tropischen Cinchona-Baum gewonnene Alkaloid Chinin stellte sich dabei als antiviral wirksame Substanz in verschiedenen menschlichen Zellkultursystemen heraus. Da chininhaltige Präparate bereits seit langer Zeit auf dem Markt sind, könnten diese eine …

Der Beitrag Chinin wird als mögliche Therapieoption bei COVID-19 erforscht erschien zuerst auf Biermann Medizin.

In Bayern sind die 15- bis 19-Jährigen inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in dieser Altersgruppe liegt dem Minister zufolge derzeit bei 321, bei den Zehn- bis 14-Jährigen bei 242. Insgesamt liegt der Durchschnitt in …

Der Beitrag Bayern: Höchste Corona-Inzidenz bei Teenagern erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Flächendeckende Tests sollen derzeit dafür sorgen, dass etwa Schulen und Kitas offenbleiben. Forscher sehen die eingesetzten Antigentests allerdings kritisch und setzen auf andere Verfahren. In der Corona-Pandemie sind Schnelltests zum Testen auf eine mögliche Corona-Infektion derzeit sehr gefragt – Forscher sehen deren Nachweistauglichkeit allerdings kritisch. Antigenschnelltests, bei denen unterschiedliche Virusproteine nachgewiesen werden, hätten den Nachteil, …

Der Beitrag Forscher kritisch bei Antigentests erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Im zeitlichen Zusammenhang mit der Applikation der AstraZeneca Vakzine zur COVID-19-Schutzimpfung sind bekanntlich Sinus- und Hirnvenenthrombosen mit systemischen Gerinnungsstörungen und z. T. schweren klinischen, auch tödlichen Verläufen beobachtet worden. Gemeinsam mit Pneumologen und Infektiologen hat die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) einen Algorithmus für die Diagnostik und Einleitung der Therapie erarbeitet. Die vollständige …

Der Beitrag Stellungnahme zum Umgang mit Gerinnungskomplikationen nach COVID-19-Schutzimpfung erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Während die einen den Brexit vollziehen, steht mit Prof. Arnulf Stenzl ein überzeugter Europäer an der Spitze der deutschen Urologie. Der amtierende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) hat sich seit Jahren der internationalen Zusammenarbeit in der Urologie verschrieben. Stenzl ist neben seinem Engagement in der deutschen Fachgesellschaft Adjunct Secretary Science der European Association …

Der Beitrag DGU-Präsident Stenzl forciert internationale Zusammenarbeit in der Urologie erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben im Rahmen des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) am 18. März 2021 ein Modellvorhaben zur Genomsequenzierung vorlegt. Die wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften sehen darin eine substanzielle Gefährdung von bisher laufenden und öffentlichen geförderten Projekten in diesem Bereich. Gemeinsam mit der Patienten-Selbsthilfe und weiteren Institutionen hat die Deutsche Gesellschaft …

Der Beitrag Mehrere Institutionen nehmen zum Modellvorhaben Genomsequenzierung Stellung erschien zuerst auf Biermann Medizin.

Was passiert, wenn die eigene Atmung von Patienten nicht mehr ausreicht und maschinell unterstützt werden muss? Wie weit strömt infektiöse Atemluft in den Raum? Und welche Sicherheitsvorkehrungen müssen Mediziner sowie Pflegekräfte entsprechend beachten? Diesen Fragen gehen die Beatmungs-Spezialisten Dr. Dominic Dellweg und Dr. Jens Kerl gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Conrad Völker, Amayu Wakoya Gena und Dr. Hayder Alsaad von der Professur Bauphysik der Bauhaus-Universität Weimar nach. Im Fokus der Untersuchungen stehen Verfahren für Patienten, die schwer am Coronavirus erkrankt sind und mithilfe einer Mund-Nasen-Maske oder einer Nasenbrille (nasale High-Flow-Therapie) unterstützt werden müssen.
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wesentlicher Treiber für die Zukunfts- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland und Europa. Deshalb unterstützt der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) die grundlegende Absicht der EU-Kommission, einheitliche Regeln für die Nutzung von KI aufzustellen. „Der heute vorgelegte Regulierungsentwurf ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Er bedarf aber einer weiteren ausdifferenzierteren Betrachtung”, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung.
Die Waden beginnen selbst bei normalem Gehtempo rasch zu schmerzen, immer wieder müssen Gehpausen eingelegt werden – diese Beschwerden müssen als Warnsignale ernst genommenwerden, dasie auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) hindeuten können. Diese schwerwiegende Durchblutungsstörung der Beine wird durch eine Verkalkung und Verengung der Beinarterien verursacht und kann im schlimmsten Fall zu Gefäßverschlüssen führen und Amputationen notwendig machen; auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ist bei den Betroffenen deutlich erhöht. Trotz dieser Risiken wird die PAVK noch immer unterschätzt und oft nicht leitliniengerecht behandelt, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM).
Während die einen den Brexit vollziehen, steht mit Prof. Dr. Dr. Arnulf Stenzl ein überzeugter Europäer an der Spitze der deutschen Urologie. Der amtierende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) hat sich seit Jahren der internationalen Zusammenarbeit in der Urologie verschrieben, ist, neben seinem Engagement in der deutschen Fachgesellschaft, Adjunct Secretary Science der European Association of Urology (EAU) und Mitglied des Leitungsgremiums der European Cancer Organisation (ECO). In diesem Geiste setzt der ärztliche Direktor der Klinik für Urologie, Tübingen, auf dem 73. DGU-Kongress, der unter seiner Leitung vom 15. bis 18. September 2021 in Stuttgart tagt, auch einen europäischen Schwerpunkt.
Coronavirus-Forscher um Prof. Rolf Hilgenfeld von der Universität zu Lübeck und Privatdozent Dr. Albrecht von Brunn von der Ludwigs-Maximilians-Universität München fanden heraus, wie SARS-Viren die Herstellung viraler Proteine in infizierten Zellen so anregen, dass viele neue Kopien des Virus gebildet werden können. Andere Coronaviren als SARS-CoV und SARS-CoV-2 verfügen nicht über diesen Mechanismus, so dass hier eine Erklärung für die ungleich höhere Pathogenität der SARS-Viren liegen könnte.
Den weltweit ersten Prototypen zur Echtzeit-Verfolgung für bewegliche Tumoren mittels Magnetresonanz-Tomographie (MRT) während der Protonentherapie wollen Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) aufbauen. Dazu kombinieren sie am Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay in Dresden ein drehbares, offenes MRT-Gerät, das für das LINAC-MR System der Alberta Health Services entwickelt wurde, mit einem beweglichen Protonenstrahl klinischer Qualität. Das drehbare MRT-Gerät stellt ASG Superconductors auf Basis ihres supraleitenden, Helium-freien Magnesiumdiborid (MgB2) Magneten her. Echtzeit-MRT-Bildgebung würde es ermöglichen, den Protonenstrahl direkt während der Bestrahlung an die Tumorbewegungen anzupassen. Bisher fehlen dafür Methoden, was das Potential dieser aussichtsreichen Krebstherapie in diesen Fällen einschränkt.
Der Ulmer Sportmediziner und Leiter der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm, Prof. Dr. Dr. Jürgen Steinacker wird am 21. April als erster Kongresspräsident den erstmalig ausgerichteten Sports, Medicine and Health Summit (SMHS) eröffnen. Gleichzeitig initiiert er damit eine große globale Allianz gegen den weltweiten Bewegungsmangel.
Auch mit dem Geltungsbeginn der Europäischen Medizinprodukte-Verordnung (MDR) am 26. Mai 2021 wird es den Medizinprodukteberater im nationalen Recht weiterhin geben. Die neue Rechtsgrundlage bildet dann § 83 Absatz 3 des neuen Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz (MPDG). Mit einer Schulung für Medizinprodukteberater will der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) Produkt- und firmenunabhängiges Grundlagenwissen, das für die Tätigkeit als Medizinprodukteberater erforderlich ist, vermitteln.
Das Pharmaunternehmen Novartis hat angekündigt, das Krebsmedikament Alpelisib (Handelsname: Piqray) zum 1. Mai 2021 vom deutschen Markt zu nehmen. Alpelisib ist seit Juli 2020 in der EU zur Behandlung einer molekulargenetisch definierten Gruppe von Patienten mit metastasiertem Brustkrebs zugelassen. Die Marktrücknahme von zeigt eine Lücke im Prozess der Preisbildung, die jetzt zulasten der betroffenen Patient geht, so die Stellungnahme mehrerer Fachgesellschaften.
Über die Möglichkeiten der Sterbehilfe und die damit verbundenen Gesetze wird in Deutschland seit Jahren kontrovers diskutiert. Unklar bleibt dabei, in welchem Umfang und durch wen verschiedene Formen der Sterbehilfe in Deutschland bereits praktiziert werden. Professor Dr. Karl H. Beine ist dieser Frage im klinischen Umfeld nachgegangen. Dafür hat er rund 5000 Ärzte sowie Pfleger zu allen von ihnen praktizierten Formen der Sterbehilfe befragt und mögliche Einflussfaktoren untersucht.
In unserem aktuellen Podcast erklärt die Social Media und Digital Health Expertin Birgit Bauer, warum das Gespräch zwischen Radiologen und Patienten für beide Seiten wichtig ist.
Seit rund zwei Jahren ist die Dokumentation und Analyse der Dosiswerte Pflicht für alle Krankenhäuser und radiologischen Einrichtungen. Die EU-Richtline EURATOM 2013/59 gewährleistet sowohl für das radiologische Personal als auch für betroffene Patienten einen umfassenden Schutz vor zu hoher Strahlensexposition. Um das zu erreichen, ist eine umfängliche digitale Dokumentation und Analyse der Dosiswerte erforderlich. Mit RadCentre Dose View stellt i-Solutions Health ein Dosismanagement-System bereit, das alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und zu steigender Qualität in der Radiologie beiträgt. Die Lösung kann sowohl RIS-unabhängig als auch tief in das RIS RadCentre integriert genutzt werden.
Erhöhter Blutdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes erhöhen das Risiko einer Herzerkrankung. Laut einer groß angelegten Studie des Radboud University Medical Center steht mehr körperliche Aktivität bei Betroffenen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit eines Herzereignisses oder des Todes in Verbindung.
In den vergangenen zehn Jahren ist die Intensivmedizin in Deutschland sehr viel moderner geworden, was dazu geführt hat, dass immer mehr Patienten überleben. Die Kehrseite der Medaille zeigt jedoch, dass ein Drittel der Überlebenden zum Teil ein Leben lang an kognitiven, physischen und psychischen Gebrechen leidet. Um das zu verhindern, haben die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Helios Universitätsklinikum Wuppertal ihre Raumkonzepte für die Intensivstationen hinsichtlich der Licht- und Farbgestaltung neu konzipiert und die Projekte wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse geben nicht nur Aufschluss über die Wirkung von Licht und Farbe auf Patienten, sie werden auch für die Gestaltung zukünftiger Intensivstationen eine wichtige Rolle spielen.
Mindestens jeder fünfte Bundesbürger ist tätowiert, schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Doch auch wenn Tattoos inzwischen alltäglich erscheinen: Harmlos sind die Farbinjektionen nicht. Bei 0,5 bis 6 Prozent aller Tätowierten kommt es epidemiologischen Studien zufolge zu einer Infektion – mit mehr oder weniger schweren Folgen. Schwerwiegend können die Auswirkungen für Herzpatienten sein: Werden die Keime in die großen Blutbahnen gespült, können sie auch andere Organe wie das Herz angreifen.
Ein Informatik-Absolvent der TH Bingen hat in seiner Masterarbeit ein Modell entworfen, das die Organisation des Kölner Rettungsdiensts verbessert. So kann die Wartezeit für Notfallpatienten verkürzt werden. Eine zentrale Rolle spielen dabei lernfähige Algorithmen.
Viszeralchirurgen des Universitätsspital Zürich (USZ) haben einen Tumor der Bauchspeicheldrüse minimalinvasiv mit dem Operationsroboter "Da Vinci" erfolgreich entfernt – mit gewichtigen Vorteilen für den Patienten. Dass Operationsroboter für derart große und komplexe Operationen jemals geeignet sein würden, wurde bis vor einigen Jahren noch bezweifelt.
Wie kann das Risiko von COVID-19-Ausbrüchen in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen minimiert werden? Das untersuchen Wissenschaftler in dem disziplinübergreifenden Forschungsprojekt CONTENT, das seit Beginn dieses Jahres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund einer Million Euro gefördert wird.
Digitalisierung in der Medizin führt bereits jetzt zu Versorgungserfolgen im Alltag. Das Modellprojekt CAEHR möchte sich hier einreihen. Es zeigt am Beispiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie die einzelnen Bereiche der Gesundheitsversorgung von Vernetzung und Austausch medizinischer Daten profitieren und die Versorgung von Patienten verbessern können.
Prof. Christoph Herrmann-Lingen, Experte für Psychokardiologie an der Universitätsmedizin Göttingen, leitet klinische Studie des europaweiten ESCAPE-Projekts zur Behandlung von multimorbiden Patienten zur Beurteilung von neuen Behandlungsansätzen und konventioneller Versorgung von mehrfach chronisch erkrankten Patienten.
Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersucht in einer Studie, wie effektiv Menschen mit einer Krebserkrankung durch das Online-Tool Make It geholfen werden kann.
Arterielle, venöse und lymphatische Gefäße im Fokus: Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist ein Venenzentrum etabliert worden. Gefäßerkrankungen aller Art können ab sofort noch umfassender diagnostiziert und behandelt werden.
Der Arbeitskreis für Angewandte Biochemie an der Technischen Universität Darmstadt forscht zur Generierung maßgeschneiderter Antikörper für diagnostische und therapeutische Anwendungen. In einem Projekt entwickelte der Doktorand Adrian Elter innovative Papier-basierte Schnelltests zur Detektion von SARS-CoV-2 spezifischen Antikörpern.
Einige Roboter können bei der Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten als Ergänzung einer Standardtherapie einen klinischen Zusatznutzen schaffen. Für eine andere Methode, die funktionelle elektrische Stimulation einzelner Muskeln oder Muskelgruppen, kann ein solcher Zusatznutzen nicht nachgewiesen werden.
Um schnelle Hinströme zu untersuchen, mussten bisher Elektroden in das Gehirn eingeführt werden. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt haben diese schnellen Hirnsignale jetzt erstmals von außen sichtbar gemacht. Das Team verwendete dazu einen besonders empfindlichen Magnet-Enzephalographen.
Ein unter dem Namen RAYDIAX geführte Start-up-Vorhaben wird mit einer Bundesförderung innerhalb der dreijährigen sogenannten Pre-Seed-Phase in unmittelbarer Nähe zur Universität Magdeburg einen neuartigen Therapieassistenz-Computertomografen (CT) entwickeln, der auch während einer minimal-invasiven Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt werden kann.
Die mechanischen Eigenschaften von Zellen können verraten, an welchen Krankheiten ein Patient leidet. Diesen Effekt machen sich Forscher des Max-Planck-Zentrums für Physik und Medizin in Erlangen zunutze. Ihr Ziel: Statt Blutproben aufwändig im Labor zu untersuchen, soll sie jede Arztpraxis durch KI-gestützte Verfahren schnell und zuverlässig analysieren können.
Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben mit einer Studie den Grundstein für eine effizientere Erhebung, Bündelung und Analyse von weltweit erfassten Krankendaten gelegt, die mittels Computertomographien (CT) des Brustkorbs entstehen. Der standardisierte Ansatz gewinnt vor allem durch die anhaltende COVID-19-Pandemie an Bedeutung.
Ein neuer Algorithmus sagt Gene vorher, die an der Entstehung von Krebs beteiligt sein können, deren DNA-Sequenz jedoch nicht zwangsläufig verändert ist. Ein Berliner Forschungsteam kombinierte unterschiedlichste Daten, analysierte sie mit KI und identifizierte so zahlreiche Krebsgene. Für die Entwicklung von Biomarkern ergeben sich so neue Perspektiven.
Auf Initiative der Augenklinik wurde das Medical Imaging Center Bonn (MIB) am Universitätsklinikum Bonn ins Leben gerufen. Es ist als eine neue Dachstruktur für Bonner Wissenschaftler gedacht, die sich mit der Anwendung von Bildgebung und Künstlicher Intelligenz, also Auswertungsalgorithmen, in der Medizin beschäftigen. Jetzt ging dessen Herzstück online.
Patienten mit akutem Lungenversagen benötigen in der Regel eine Unterstützung der Lungenfunktion, die durch mechanische Beatmung erreicht wird. Obwohl die mechanische Beatmung eine lebensrettende Therapie ist, birgt sie das Risiken. Wissenschaftler der Uniklinik RWTH Aachen haben einen Algorithmus entwickelt, der bei der Wahl der optimalen Beatmungseinstellungen von Intensivpatienten helfen kann.
Mit der standortübergreifenden Vernetzung verschiedener wissenschaftlicher Institute wie auch Disziplinen der Infektionsmedizin in Nordrhein-Westfalen verspricht die neue Virus Allianz NRW („VIRAL“) einen erheblichen Fortschritt bei der Erforschung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie COVID-19.
Für ihr Gründungsvorhaben HyPhoX erhalten die Wissenschaftler Dr. Patrick Steglich und Prof. Andreas Mai vom Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) in Frankfurt (Oder) den Leibniz-Gründungspreis 2021.
Tim Liedl stellt hybride Strukturen aus DNA und Gold-Nanopartikeln her. Innerhalb dieser Architekturen gelang ihm ein besonders effizienter Energietransfer.
Um kleinste Einheiten, also Atome und Moleküle, unter die Lupe zu nehmen, benötigen Forschende die entsprechende Ausrüstung. Am Fraunhofer IZM werden die Sensormodule der strahlenharten Pixel-Detektoren aufgebaut. Mit Hilfe dieser hochauflösenden Röntgenkameras wird eine Vielfalt an weiterführenden Entdeckungen in der Medizin, Biologie und Chemie begünstigt.
Wie wir uns bewegen, sagt viel über den Zustand unseres Gehirns aus. Während normales motorisches Verhalten auf eine gesunde Gehirnfunktion schließen lässt, können Abweichungen auf Beeinträchtigungen aufgrund von neurologischen Erkrankungen hinweisen.
Operationen an der Leber erfordern höchstmögliche Präzision, weil das Organ aus einer komplexen Gefäßarchitektur besteht und lebenswichtige Aufgaben für den Körper übernimmt. Computergestützte 3D-Technologien können Chirurgen helfen, vor einem Eingriff ein besseres räumliches Verständnis zu bekommen, um die Risiken einer Operation zu senken.
Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern, und zwar auch bei gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).
Tübinger Wissenschaftlern ist es gemeinsam mit Forschenden aus der Schweiz und Berlin gelungen, elektrische Muskelaktivität mit bisher nicht bekannter Präzision berührungsfrei zu untersuchen.
Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat als erstes Krankenhaus in Deutschland den Medikationsprozess für onkologische Therapien lückenlos digitalisiert und standardisiert.
Die Idee von implantierbaren Sensoren, die kontinuierlich Informationen über Vitalwerte oder Konzentrationen von medizinisch relevanten Stoffen und Medikamenten im Körper liefern, fasziniert Ärzte und Wissenschaftler seit Langem.
Florian Moik und Cihan Ay von der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie, Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien/AKH Wien, konnten erste Daten zu Häufigkeit, klinischen Konsequenzen und möglichen Risikofaktoren für thrombotische Komplikationen bei dieser neuartigen Krebstherapie liefern.
Welche zellulären Mechanismen machen sie sich zunutze, um sich effizient zu vermehren, und wie verändern sie dabei die Struktur ihrer Wirtszelle? Diesen Fragen widmet sich ein paneuropäisches Forschungsprojekt mit dem Titel „Compact Cell-Imaging Device“ (CoCID), an dem Heidelberger Wissenschaftler maßgeblich beteiligt sind.
Wissenschaftler der Jade Hochschule haben ein mobiles System entwickelt, um das Hörvermögen von Kindern genau, umfassend und kindgerecht zu überprüfen. Bisher werde das Hören bei Kindern bis zum Schuleintritt zu selten überprüft und die gängigen Methoden seien nicht geeignet, um die alterstypischen Hörprobleme zu erkennen.
Hygiene wird in Zeiten von Corona großgeschrieben. Gerade an vielgenutzten Automaten werden die Eingabebildschirme nach dem Benutzen nicht gereinigt. Schnell hat man sich dort Keime, Bakterien oder Viren eingefangen. Das vom BMWi geförderte Projekt „Clean-Screen“ (FKZ 16KN082123) soll jetzt Abhilfe schaffen.
Der BVMed setzt sich beim Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (GVWG) für Regelungen zur Unterstützung der Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger ein. Dazu gehören die dauerhafte Anhebung der Pflegehilfsmittel-Pauschale sowie Erstattungsregelungen für die Kosten von Schutzausrüstung und Covid-Schnelltest für Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger. „Da die Pflegereform in dieser Legislaturperiode nicht mehr kommen wird, sollten diese Regelungen in die Änderungsanträge zum GVWG aufgenommen werden“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
BVMed-Infokarte zur Versorgungs- und Erstattungsfähigkeit in der Stomaversorgung | Stand: April 2021
Der BVMed unterstützt neue Vorstöße von Krankenkassen, einen stärkeren Qualitätsfokus in der Patientenversorgung zu etablieren. Jüngste Ansätze für mehr Qualitäts-Transparenz kamen beispielsweise von den Innungskrankenkassen (IKK) oder der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK). Der deutsche Medizintechnik-Verband BVMed, der auch Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer vertritt, spricht sich seit längerem für neue Qualitätskonzepte beispielsweise in der Hilfsmittelversorgung aus.
Defekte Herzklappen konnten in der Vergangenheit nur in einer offenen Herzoperation repariert oder ersetzt werden. Inzwischen ist dies bei 3 der 4 Herzklappen häufig auch über einen Katheter möglich. Auf der 87. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) fasste der President-Elect den derzeitigen Forschungsstand zusammen.
Die Medizintechnik-Industrie - kurz: MedTech - ist in Deutschland ein bedeutender Teil der Gesundheitswirtschaft. Die MedTech Unternehmen beschäftigen über 235.000 Menschen und sichern genauso viele Jobs in angeschlossenen Branchen. Die MedTech-Branche ist dabei in Deutschland stark mittelständisch geprägt. 93 Prozent der MedTech-Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. Mittelstands-Themen sind daher von großer Bedeutung. Und: Die Branche ist ein wichtiger Treiber des medizinischen Fortschritts. Dafür werden sehr intensive Forschungsanstrengungen unternommen. Im Durchschnitt investieren die MedTech-Unternehmen rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Deutsche Medizintechnik ist dabei auf dem Weltmarkt sehr erfolgreich. Die Exportquote lag im Jahr 2020 bei rund 65 Prozent. Der Inlandsumsatz liegt bei über 33 Milliarden Euro.
Der BVMed informiert in einem Webinar zum Thema „Die Förderlandschaft in der industriellen Gesundheitswirtschaft“ über die neuen Möglichkeiten der Forschungs- und Entwicklungsförderung durch die Forschungszulage. Die Experten sind Dr. Sandra Hofmann vom WifOR Institut sowie Dr. Leo Wangler vom Institut für Innovation und Technik des VDI/VDE. Das Webinar ist kostenfrei und exklusiv für BVMed-Mitgliedsunternehmen.
Für 8 von 10 Medizinprodukte-Unternehmen ist die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), die ab 26. Mai 2021 gilt, nach wie vor „sehr herausfordernd”. Das liegt nach einer Umfrage des Software-Unternehmens Climedo Health, an der sich 115 Unternehmen beteiligt haben, vor allem an erhöhtem Ressourcen- und Kostenaufwand (70 Prozent), fehlende Klarheit (59 Prozent) und erforderlichen klinischen Prüfungen (54 Prozent). Ein Drittel der Unternehmen schätzen die zusätzlichen Kosten auf 5 bis 10 Prozent des Jahresumsatzes.
Die Tiefe Hirnstimulation wird immer präziser: Ärzte steuern mit segmentierten Elektroden die Zielregion sehr genau an und arbeiten bereits an adaptiven und symptombezogenen Anwendungen.
Die acht Verbände der eHealth-Allianz – BIO Deutschland, bitkom, bvitg, BVMed, Spectaris, VDGH, vfa und ZVEI – fordern zur morgigen Anhörung des Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) im Gesundheitsausschuss des Bundestages ein Antragsrecht der Unternehmen beim Forschungsdatenzentrum. "Damit Spitzenforschung möglich ist, braucht die forschende Gesundheitswirtschaft das Antragsrecht beim Forschungsdatenzentrum. Vorfahrt für die Forschung!", lautet der Appell der Verbände. Mit dem DVPMG gibt es jetzt eine weitere Chance für den Gesetzgeber an entscheidender Stelle den Fuß von der Bremse zu nehmen.
Im Rahmen des Fachprogramms Medizintechnik fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die bessere Prävention und Versorgung bei epidemisch auftretenden Infektionen durch innovative Medizintechnik. Das Ministerium baut die laufende Förderung nach einer ersten Förderrunde 2020 nun aus. Unterstützt werden für die nächsten drei Jahre 19 Projekte, die den Einsatz von Medizintechnik insbesondere für eine bessere Versorgung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten zum Ziel haben. Bei den Vorhaben soll es auch um den Schutz vor anderen Infektionskrankheiten gehen.
Der BVMed setzt sich bei der im „Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungsgesetz“ (DVPMG) vorgesehenen Regelung zur „Integration offener und standardisierter Schnittstellen in Hilfsmitteln und Implantaten“ für eine Präzisierung ein. Unterstützung erhält der deutsche MedTech-Verband durch ein Rechtsgutachten der Kanzlei „Dierks + Company“ zum vorgesehenen neuen Paragrafen 374a SGB V. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Regelung in seiner gegenwärtigen Fassung unter mehreren Aspekten nicht mit höherrangigem Recht vereinbar ist.
Der medizintechnische Fortschritt war in den letzten Jahrzehnten gewaltig. Medizintechnik ist Innovationstreiber. Aber die Branche hat aktuell mit vielen Hürden zu kämpfen. Das liegt zum einen an stetig steigenden regulatorischen Anforderungen wie durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR). Zum anderen liegt es an den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Denn nicht nur die Patienten, auch unsere Unternehmen leiden beispielsweise unter der Verschiebung planbarer Operationen. Was ist zu tun? Wir müssen die Krise als Innovationstreiber nutzen.
Für „sonstige Produkte zur Wundbehandlung“ muss künftig ein Bewertungsverfahren durchgeführt werden, bevor sie durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattet werden. Der BVMed fordert einen gesetzlich verankerten Beratungsanspruch der Hersteller gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) über die Voraussetzungen und Anforderungen an vorzulegende Unterlagen und Studien sowie zur Vergleichstherapie. Eine entsprechende Regelung zur GBA-Beratungspflicht müsste über das Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (GVWG) getroffen werden.
Der BVMed fordert in einem neuen Positionspapier, die notwendigen Aufwendungen für Hygienemaßnahmen konsequent zu evaluieren und vollumfänglich durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die Bundesländer und die Pflegeversicherung zu erstatten. Der BVMed legt hierzu ein Gesamtkonzept samt Maßnahmenpaket vor, mit dem Patient:innen und Personal adäquat geschützt und die erheblichen gesamtgesellschaftlichen Folgekosten von behandlungsassoziierten (nosokomialen) Infektionen vermieden werden können. „Die Investition in nachhaltig finanzierten Infektionsschutz zahlt sich für alle Beteiligten aus. Prävention geht vor Behandlung!“, heißt es in dem BVMed-Papier.
Im Jahre 2019 wurden − durch alle Ausgabenträger einschließlich privater − insgesamt 410,8 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Das waren 19,3 Milliarden Euro bzw. 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr (Quelle: Gesundheitsausgabenbericht 2019 des Statistischen Bundesamtes vom 6. April 2021). Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent, so dass nicht von einer Kostenexplosion gesprochen werden kann.
Der Sachverständigenrat Gesundheit (SVR) schlägt in seinem neuen Gutachten zur Digitalisierung Wege vor, wie man digitale Gesundheitsanwendungen der Medizinprodukte-Klassen IIb und III in die GKV-Erstattung einbeziehen kann. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, begrüßt die Diskussion über dieses wichtige Versorgungsthema und spricht sich für die Erweiterung des Fast-Track-Verfahrens aus, damit der digitale medizinische Fortschritt den Patienten schneller zur Verfügung steht. Gute Ansätze im SVR-Gutachten sieht der BVMed in den Forderungen nach einer digitalen Gesamtstrategie sowie nach leicht anzuwendenden und einheitlichen Regelungen im Umgang mit Gesundheitsdaten.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt die Rechtsverordnung zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser. Mit ihr hat das Bundesministerium für Gesundheit den Rettungsschirm für die Krankenhäuser angesichts der dritten Pandemiewelle aufgespannt.
Der BVMed fordert einen gesetzlichen Auftrag an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), zeitnah Kriterien für die notwendigen Wundprodukte-Studien vorzulegen. Eine entsprechende Regelung zur Konkretisierung der GBA-Verfahrensordnung für die Bewertung der Wundprodukte müsste über das Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (GVWG) getroffen werden. Hintergrund ist, dass nach der neuen Verbandmittel-Definition „sonstige Produkte zur Wundbehandlung“ in Abgrenzung zu „Verbandmitteln“ nach einer Übergangsfrist in aufwendigen klinischen Studien neu zugelassen werden müssen.
»Die wegen der Corona-Pandemie weiter hohen PSA-Kosten sind für Hilfsmittel-Leistungserbringer nicht mehr zu tragen«, sagte Juliane Pohl, Sprecherin der Initiative Faktor Lebensqualität und Leiterin Referat Ambulante Gesundheitsversorgung des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed). »Mehrere Krankenkassen bieten inzwischen zwar Vergütungen für die in der Pandemie notwendige zusätzliche Ausrüstung an. Allerdings droht hier ein unübersichtlicher Wildwuchs. Der damit verbundene organisatorische Aufwand muss unbedingt vermieden werden, zumal ein einfaches, schnelles und unkompliziertes Vorgehen möglich ist, wie die Krankenkasse KKH es vormacht«, so Pohl.
Jede Patientin und jeder Patient sowie jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen in Deutschland hat ein Recht, vor gefährlichen und im Zweifel lebensbedrohlichen Infektionen geschützt zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die notwendigen Aufwände für Hygienemaßnahmen zur Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes im Rahmen von medizinischen sowie pflegerischen Behandlungen in Arztpraxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen konsequent evaluiert und vollumfänglich durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die Bundesländer und die Pflegeversicherung erstattet werden.
Der BVMed setzt sich bei der aktuell im Bundestag diskutierten Einwegkunststoff-Kennzeichnungsverordnung (EWKKennzV) dafür ein, Medizinprodukte der Inkontinenzversorgung nicht in die Regelung mit einzubeziehen. Die laut Verordnungsbegründung vorgesehene Einbeziehung von Inkontinenzprodukten sei von der EU-Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD) nicht gedeckt und sachlich falsch, so der BVMed. Zudem setze die SUPD-Leitlinie der Kommission falsche Signale. „Viskose ist kein Plastik!“
Der BVMed unterstützt das Vorhaben des Gesetzgebers, mit dem „Digitale Versorgung und Pflege-Modernisierungsgesetzes“ (DVPMG) die elektronische Verordnung von Hilfsmitteln einzuführen. Der BVMed fordert aber, dass zeitgleich auch, bilanzierte Diäten zur enteralen Ernährung (Trink- und Sondennahrung), Verbandmittel und Blutzuckerteststreifen in die digitalen Anwendungen der Telematikinfrastruktur eingebunden werden müssen. „Wir müssen aufgrund der engen Verknüpfungen in den Versorgungsprozessen diese weiteren Produktbereiche zeitgleich mit der digitalen Hilfsmittelverordnung einführen, um Medienbrüche und Doppelstrukturen zu vermeiden“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
„Wir müssen im Gesundheitssystem Bürokratie und Misstrauenskultur abbauen sowie die Selbstverwaltung stärken“: Das sind politische Ziele für die nächste Legislaturperiode, die der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Wieland Schinnenburg beim digitalen Gesprächskreis Gesundheit des BVMed schilderte. Der FDP-Gesundheitsexperte hinterfragte, warum das Hilfsmittelverzeichnis von der Krankenkassenseite alleine fortgeschrieben werde. Hier müsste die Leistungserbringerseite einbezogen werden, um Innovationen besser und schneller in das System zu bekommen.
Fachverbände sehen die von der Bundesregierung geplante gesetzliche Anpassung an die europäische Verordnung für Medizinprodukte im Grundsatz positiv, fordern aber Nachbesserungen bei einigen wichtigen Detailregelungen. Die Experten äußerten sich anlässlich einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages am 22. März 2021 über den Gesetzentwurf zur Änderung des sogenannten Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetzes (MPDG) in schriftlichen Stellungnahmen.
Die zu 93 Prozent mittelständisch geprägte industrielle Gesundheitswirtschaft stellt eine Schlüsselindustrie für die deutsche Volkswirtschaft mit hoher Innovationskraft und Wertschöpfung dar. Über die Hälfte der Wertschöpfung von Medizintechnik in Deutschland entsteht in den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Rund ein Fünftel der Erwerbstätigen in der industriellen Gesundheitswirtschaft (iGW) entfällt auf MedTech - zwei Drittel davon arbeiten in einem KMU-Betrieb.
Der BVMed öffnet sich für die Medizinprodukte-Zulieferindustrie. Eine entsprechende Satzungsänderung wurde von der Mitgliederversammlung des deutschen MedTech-Verbandes am 18. März 2021 beschlossen. Der Verband, der bislang vor allem Hersteller von Medizinprodukten sowie sonstige Leistungserbringer vertritt, will damit der engen Verbindung zwischen Herstellern und Zulieferern sowie den gestiegenen regulatorischen Anforderungen aus der EU-Medizinprodukte-Verordnung „in einem ganzheitlichen Ansatz“ gerecht werden, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
Eine bessere Wahrnehmung und Unterstützung der mittelständisch geprägten Medizintechnik-Branche durch die Wirtschaftspolitik in Deutschland hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, angemahnt. „Der MedTech-Mittelstand war bislang Innovationstreiber, Wachstumsfaktor und Jobmotor. Das ändert sich gerade durch immer neue bürokratische Hürden, die die kreativen Kräfte ersticken. Wir brauchen eine bessere Unterstützung durch die Wirtschaftspolitik“, so der BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan auf der Mitgliederversammlung des Verbandes. Prof. Dr. Dennis A. Ostwald, Geschäftsführer des Wirtschaftsforschungs-Instituts WifOR, betonte in seinem Gastvortrag die große Bedeutung der mittelständischen Medizintechnik-Branche: „Die MedTech-Branche ist ein Stabilisator des deutschen Mittelstands.“
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Politik aufgefordert, die Standortfak­to­ren für Unternehmen im Gesundheitsbereich zu verbessern. Die Bundesregierung müsse die Produk­tion und Entwicklung von Schutzgütern, Arzneimittel und digitalen Gesundheitstechnologien...
Die Medizintechnikbranche hat sich im vergangenen Jahr mit 14.295 Patentanmeldungen – 2,6 Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahr – beim Europäischen Patentamt (EPA) in München die Pole-Position zurückerobert. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt hatte 2019 der Bereich der Digitalen Technologien an der Spitze der Patentanmeldungen in Europa gestanden.